Pain. Melody Adams

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Pain - Melody Adams Alien Breed Series

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„Halte durch!“, sagte ich an meine Gefährtin gewandt. Sie lag zusammengerollt auf dem Bett und stöhnte. Ihre Haut hatte eine ungesund aussehende graue Färbung angenommen.

       „Bitte, halte durch!“

       Die Schritte stoppten vor der Tür.

       „Tritt von der Tür zurück, oder du wirst es bereuen!“, erklang die Stimme des Wärters.

       „Okay!“, rief ich und trat ein paar Schritte zurück.

       Die Tür wurde geöffnet und vier Wachen kamen mit einem Rollbett herein. Zwei schoben das Bett, die anderen Beiden hatten ihre Betäubungsgewehre auf mich gerichtet.

       „Weiter zurück!“, sagte der eine und fuchtelte mit dem Gewehr vor meinem Gesicht herum. Ich ging rückwärts, bis ich die Wand in meinem Rücken hatte.

       Meine Gefährtin wurde auf das Rollbett gehievt und aus der Zelle gefahren, dann zogen sich die anderen beiden Wachen zurück und verriegelten die Tür hinter sich. Ich war allein und voller Sorge, was mit meiner Gefährtin geschehen würde.

      

       Drei Tage hörte ich nichts. Wachen kamen und schoben mein Essen durch die Klappe, doch sie beantworteten keine meiner Fragen. Ich war bereit einen Mord zu begehen, doch niemand öffnete die verdammte Tür. Dann, am vierten Tag hörte ich Schritte. Es war erst eine Stunde her, dass man mir Essen gebracht hatte. Was wollten sie jetzt? Würde ich endlich Neuigkeiten von meiner Gefährtin und dem Kind hören.

       „Zurück von der Tür!“

       „Was ist mit meiner Gefährtin?“, verlangte ich zu wissen.

       „Geh zurück, oder wir töten das Kind!“

       Mein Herz setzte für einen Moment aus. Das Kind? Mein Kind? Dann hatte meine Gefährtin es wirklich geschafft? Würde man sie nun nicht mehr zu mir zurück bringen, wo wir unseren Job getan hatten?

       „Tritt zurück! Letzte Warnung!“

       „Okay!“, rief ich. „Ich trete zurück. Tut dem Kind nichts!“

       Ich zog mich bis zu meiner Schlafstätte zurück und hörte, wie die Tür geöffnet wurde. Zwei Wachen begleiteten Dr. Müller, welche ein in eine Decke gewickeltes Baby in den Händen hielt. Ich spürte, wie Tränen begannen, meine Wangen hinab zu rollen. Mein Kind. Ich wollte es in meinen Armen halten, in sein winziges Gesicht sehen. Doch ich blieb stehen, wo ich war, aus Angst, sie würden dem Kind etwas antun.

       „Gratuliere“, sagte Dr. Müller. „Du hast einen Sohn. Wir sind sehr zufrieden mit dir.“

       „Darf ... darf ich es halten – bitte?“, fragte ich hoffnungsvoll.

       Dr. Müller schüttelte den Kopf und Ärger und Enttäuschung trieben mir erneut Tränen in die Augen. Ich wollte dieser Hexe mein Kind aus den Armen reißen und weglaufen. Doch ich würde es nicht weit schaffen, wahrscheinlich nicht einmal aus der verdammten Zelle. Ich durfte das Leben meines Sohnes nicht gefährden.

       „Bitte. Ich verspreche, dass ich nichts versuchen werde“, versuchte ich es erneut.

       „Das ist nicht möglich. Du hast deinen Sohn gesehen und weißt nun, dass es ihn gibt. Wenn du dich gut verhältst und uns keine Zicken machst, dann darf er leben und wir kümmern uns gut um ihn. Solltest du uns Schwierigkeiten machen, wird dein Sohn dafür büßen. – Haben wir uns verstanden?“

       Wut und Rage erfasste mich und nur der Gedanke an mein Kind bewahrte mich davor, der Frau die Kehle aufzureißen. Meine Hände ballten sie zu Fäusten, doch irgendwie schaffte ich es, mich unter Kontrolle zu bringen.

       „Kann ich ihn wenigstens sehen?“, knurrte ich.

       Dr. Müller nickte und schob die Decke etwas zur Seite, so dass ich das rosige Gesicht sehen konnte. Mein Herz wurde eng. Es schmerzte so sehr, mein Kind nicht halten, nicht einmal berühren zu können. Es ging entgegen alle meine Instinkte, untätig stehen zu bleiben.

       „Woher weiß ich, dass ihr Wort haltet und es meinem Sohn gut geht?“, fragte ich.

       „Wir werden ihn einmal die Woche zu dir bringen.“

       „Wo ist meine Gefährtin?“

       „Sie hat die Geburt nicht überlebt!“, antwortete Dr. Müller ohne jegliche Gefühlsregung.

       „Ihr verdammten Schweine!“, brüllte ich außer mir und vergaß jeden guten Vorsatz, kooperativ zu sein. Ich stürmte vorwärts und kam zu einem abrupten Halt, als einer der Wachen eine Waffe an die Schläfe meines Sohnes hielt.

       „Zurück!“, brüllte die Wache mich an.

       Langsam wich ich rückwärts. Schmerz, Wut und Verzweiflung nagten an mir. Und diese verdammte Hilflosigkeit. Sie hatten bekommen, was sie wollten. Ein Alien Breed Baby. Und sie hatten mich mehr als je zuvor in ihrer Gewalt. Sogar, wenn ich eine Chance zur Flucht bekommen konnte, ich konnte sie nicht nutzen ohne mein Kind in Gefahr zu bringen. Die Erkenntnis riss mir buchstäblich den Boden unter den Füßen weg und ich sank rücklings auf meine Schlafstelle.

       „Morgen beginnen wir ein neues Experiment und ich erwarte, dass du kooperierst. Du weißt jetzt, was auf dem Spiel steht“, sagte Dr. Müller und verließ, gefolgt von den Wachen, das Zimmer.

      „Pain?“

      Ich schüttelte die Erinnerung ab und begegnete dem besorgten Blick meines Freundes.

      „Ich muss ...“, begann ich und fasste mir an die Stirn. „... gehen.“

      Ehe Sturdy etwas erwidern konnte, machte ich auf dem Absatz kehrt und eilte davon. Ich lief durch die Häuserreihen bis zum Ende der Siedlung. Dort bog ich auf den Pfad ab, der in den Dschungel führte. Ich wollte allein sein – niemanden sehen müssen. Schuld! Alles, was ich empfand war Schuld – Trauer und Wut.

       Julia

      Ich blickte von den Pflanzen auf, die ich studiert hatte, als ich Schritte auf dem Pfad hörte. Pain rauschte unweit von mir vorbei, ohne mich wahrzunehmen. Er sah aus, als wäre ein Ungeheuer hinter ihm her. Seit ich seine Geschichte kannte, musste ich immer wieder an ihn denken. Er war nicht gerade ein gesprächiger Typ, doch er hatte mir einmal süße, affenähnliche Tiere gezeigt, die man Bajakas nannte. Ich hatte mich ein wenig in Pain verliebt, doch er machte es mir nicht gerade leicht. Zwar hatten wir das eine oder andere Mal ein paar Worte gewechselt, doch er gab sich immer zurückhaltend, ja, beinahe reserviert. Ich wusste, dass er ein Einzelgänger war, noch dazu einer, der von seiner furchtbaren Vergangenheit her eine Menge seelischen Müll mit sich rumtrug. Ich täte wahrscheinlich besser daran, ihn zu vergessen, doch das war leichter gesagt, als getan.

      Ohne

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