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träufeln. Kummer und Drangsal wird Dein Erbtheil.«

      »Ich bleibe hier!« sagte der Prinz. Und der Ostwind küßte ihn auf die Stirn und sagte: »Sei stark, dann treffen wir uns hier nach hundert Jahren wieder! Lebe wohl! Lebe wohl!« Und der Ostwind breitete seine großen Flügel aus; sie glänzten, wie das Wetterleuchten in der Erntezeit oder wie das Nordlicht im Winter.

      »Lebe wohl! Lebe wohl!« ertönte es von Blumen und Bäumen. Störche und Pelikane zogen wie flatternde Bänder in Reihen und geleiteten ihn bis zur Grenze des Gartens

      »Nun beginnen wir unsere Tänze!« sagte die Fee. »Zum Schlusse, wo ich mit Dir tanze, wirst Du, indem die Sonne sinkt, sehen, daß ich Dir winke; Du wirst mich Dir zurufen hören: Komm mit! Aber thue es nicht! Hundert Jahre lang muß ich es jeden Abend wiederholen; jedes Mal, wenn die Zeit vorbei ist, gewinnst Du mehr Kraft; zuletzt denkst Du gar nicht mehr daran. Heute Abend ist es zum ersten Male; nun habe ich Dich gewarnt!«

      Und die Fee führte ihn in einen großen Saal von weißen, durchsichtigen Lilien; die gelben Staubfäden in jeder Blume bildeten eine kleine Goldharfe, die mit Saitenlaut und Flötenton erklang. Die schönsten Mädchen, schwebend und schlank, in wallenden Flor gekleidet, so daß man die reizenden Glieder sah, schwebten im Tanze und sangen, wie herrlich es sei, zu leben, und daß sie nie sterben würden, und daß der Garten des Paradieses ewig blühen würde.

      Und die Sonne ging unter; der ganze Himmel wurde ein Gold, welches den Lilien den Schein der herrlichsten Rosen gab; und der Prinz trank von dem schäumenden Weine, welchen die Mädchen ihm reichten, und fühlte eine Glückseligkeit, wie nie zuvor. Er sah, wie der Hintergrund des Saales sich öffnete, und der Baum der Erkenntniß stand in einem Glanze, der seine Augen blendete; der Gesang dort war weich und lieblich, wie seiner Mutter Stimme, und es war, als ob sie sänge: »Mein Kind! mein geliebtes Kind!«

      Da winkte die Fee und rief so liebevoll: »Komm mit! Komm mit!« Und er stürzte ihr entgegen, vergaß sein Versprechen, vergaß es schon dm ersten Abend, und sie winkte und lächelte. Der Duft, der gewürzige Duft rings umher wurde stärker; die Harfen ertönten weit lieblicher, und es war, als ob die Millionen lächelnder Köpfe im Saale, wo der Baum wuchs, nickten und sängen: »Alles muß man kennen! Der Mensch ist der Herr der Erde.« Und es waren keine blutigen Thränen mehr, welche von den Blättern des Erkenntnißbaumes fielen: es waren rothe, funkelnde Sterne, die er zu erblicken glaubte. »Komm mit, komm mit!« lauteten die bebenden Töne, und bei jedem Schritte brannten des Prinzen Wangen heißer, bewegte sein Blut sich rascher. »Ich muß!« sagte er. »Es ist ja keine Sünde, kann keine sein! Weshalb nicht der Schönheit und der Freude folgen? Ich will sie schlafen sehen; es ist ja nichts verloren, wenn ich es nur unterlasse, sie zu küssen; und küssen werde ich sie nicht: ich bin stark, ich habe einen festen Willen!«

      Und die Fee warf ihren strahlenden Anzug ab, bog die Zweige zurück, und nach einem Augenblicke war sie darin verborgen.

      »Noch habe ich nicht gesündigt!« sagte der Prinz, »und will es auch nicht!« Und dann bog er die Zweige zur Seite: da schlief sie bereits, schön, wie nur die Fee im Garten des Paradieses sein kann. Sie lächelte im Traume, er bog sich über sie nieder und sah zwischen ihren Augenlidern Thränen beben!

      »Weinst Du über mich?« flüsterte er. »Weine nicht, Du herrliches Weib! Nun begreife ich erst des Paradieses Glück! Es durchströmt mein Blut, meine Gedanken; die Kraft des Cherubs und des ewigen Lebens fühle ich in meinem irdischen Körper! Möge es ewig Nacht für mich werden: eine Minute, wie diese, ist Reichthum genug!« Und er küßte die Thränen aus ihren Augen; sein Mund berührte den ihrigen. –

      Da krachte ein Donnerschlag, so tief und schrecklich, wie Niemand ihn je gehört. Und Alles stürzte zusammen; die schöne Fee, das blühende Paradies sank, sank tiefer und tiefer. Der Prinz sah es in die schwarze Nacht versinken; wie ein kleiner, leuchtender Stern strahlte es aus weiter Ferne; Todeskälte durchschauerte seinen Körper; er schloß seine Augen und lag lange wie todt.

      Der kalte Regen fiel ihm in das Gesicht, der scharfe Wind blies um sein Haupt; da kehrten seine Sinne zurück. »Was habe ich gethan!« seufzte er. »Ich habe gesündigt, wie Adam – gesündigt, so daß das Paradies tief versunken ist!« Und er öffnete seine Augen; den Stern in der Ferne, den Stern, der wie das gesunkene Paradies funkelte, sah er noch – es war der Morgenstern am Himmel.

      Er erhob sich und war in dem großen Walde dicht bei der Höhle der Winde: und die Mutter der Winde saß an einer Seite: sie sah böse aus und erhob ihren Arm in die Luft.

      Schon den ersten Abend!« sagte sie. »Das dachte ich wohl! Ja, wärest Du mein Sohn, so müßtest Du in den Sack!«

      »Da soll er hinein!« sagte der Tod. Das war ein starker, alter Mann mit einer Sense in der Hand und mit großen, schwarzen Schwingen. »In den Sarg soll er gelegt werden; aber jetzt noch nicht; ich zeichne ihn nur auf, lasse ihn dann noch eine Weile in der Welt umherwandern, seine Sünde sühnen, gut und besser werden. Ich komme aber einmal. Wenn er es gerade am Wenigsten erwartet, stecke ich ihn in den schwarzen Sarg, setze ihn auf meinen Kopf und fliege gegen den Stern empor. Auch dort blüht des Paradieses Garten, und ist er gut und fromm, so wird er hineintreten; sind aber seine Gedanken böse und ist das Herz noch voll Sünde, so sinkt er mit dem Sarge tiefer, als das Paradies gesunken, und nur jedes tausendste Jahr hole ich ihn wieder, damit er noch tiefer sinke oder auf den Stern gelange, den funkelnden Stern dort oben!«

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