Gefesselt, geil und ausgeliefert | Erotische Geschichte. Trinity Taylor

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Gefesselt, geil und ausgeliefert | Erotische Geschichte - Trinity Taylor Love, Passion & Sex

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sie liebe. »Ja«, hauchte sie.

      »Ich wünsche Ihnen alles Gute!«

      Sekundenlang starrte sie ihn an, nickte schließlich und stieß ein »danke, Sir« hervor. Dann ging sie.

      ***

      Rose saß im Jogginganzug auf ihrem Sofa, sah Fern und aß aus der großen Packung »Ben & Jerry’s« Eis. Da sich eine kleine Auswahl in ihrem Gefrierschrank befand, war sie anfänglich unentschlossen gewesen, ob sie sich für »Fossil Fuel« entscheiden sollte, hielt sich für fossile Brennstoffe aber dann doch zu jung, oder für »Oh my Apple Pie«. Schließlich hatte sie den Klassiker genommen, zu dem ihre Chefs passten: »The Vermonster«. Ab und zu schniefte sie und nahm ein Kleenex aus der Packung, die neben ihr auf dem Sofa stand. So konnte es unmöglich weitergehen. Aber heute musste es noch so gehen. Sie fühlte sich am Ende und kraftlos. Ihr war mit einem Mal alles genommen.

      Ihr Telefon klingelte.

      Sofort setzte sie sich gerade hin, zog noch mal die Nase hoch und sagte mit voller, klarer Stimme: »Hallo?!«

      »Hi Rose, hier ist Trudy. Alles okay bei dir?«

      »Hi. Nein, nichts ist okay.«

      »Ach, komm, Schätzchen. Du bist seit zwei Wochen aus der Firma! Du solltest dich ein bisschen zusammenreißen. Und vor allem, dich neu bewerben.«

      Rose seufzte. »Ich habe bereits acht Bewerbungen rausgeschickt. Es ist ja nicht so, als würde ich nur in der Ecke hängen.«

      »Oh, das klingt super. Und was machst du jetzt gerade?«

      Ertappt!

      »Ich, äh, sehe mir einen spannenden Film an.«

      »Und, was isst du dazu? Frustchips oder Frusteis?«

      »Ach, hör auf, Trudy. Warum rufst du überhaupt an? Um mich zu kontrollieren?«

      »Nein, Schätzchen. Weil ich mir Sorgen um dich mache. Heute ist Freitag. Komm zu uns, lass uns was trinken gehen oder ein bisschen abzappeln.«

      Rose seufze erneut. »Na, schön. Trinken ja, Tanzen nein.«

      »Wunderbar. Wir treffen uns um elf im ›Twister‹, okay?! Bis dann, Schätzchen.«

      »Bis dann.«

      ***

      Rose hatte sich in eine enge Jeans gezwängt, dazu trug sie ein hellrosa Top und hochhackige Schuhe. Kritisch wurde sie von ihren beiden Freundinnen beäugt. Sie trugen wunderschöne Sommerkleidchen – ein Hauch von Nichts. Da war eine Jeans schon auffällig. Sie hielten einen Drink in der Hand und begrüßten Rose mit Küsschen.

      »Hey Rose, wie geht es dir? Bis auf dein Outfit siehst du gar nicht so schlecht aus«, sagte Karen und spitzte die Lippen, indem sie demonstrativ an der Jeans heruntersah.

      Trudy nickte zustimmend.

      »Ach kommt, wir sind hier doch nicht auf einer Modenschau, ich wollte nur einen Cocktail trinken.«

      »Gut«, meinte Trudy, »auf geht‘s.«

      Rose wurde von ihr untergehakt und zur blau beleuchteten Bar geführt. Hier war eine Menge los. Überall standen Leute und unterhielten sich. Sie waren ausnahmslos schick gekleidet und es gab niemanden, der keinen Drink in der Hand hielt. Auch die Bar war voll besetzt, bis auf drei Stühle. Verwundert blickte Rose Trudy an. Diese zwinkerte ihr mit den Worten »Setz dich« zu, während Karen dem Barkeeper einen Schein unter der Handfläche zuschob.

      »Ich hätte gern ...«, begann Rose.

      »Wir haben schon einen ›Bahama Mama‹ bestellt.« Karen lächelte.

      »›Bahama Mama‹?«

      »Ja, Rum mit Ananas- und Orangensaft. Nichts Aufregendes, aber es ist erfrischend und bläst mal wieder frischen Wind in deinen traurigen Kopf, in dem momentan wohl nur Platz für ›Ben & Jerry’s‹ ist«, erklärte Karen.

      Rose errötete. Woher wussten die beiden das?

      »So, Schätzchen, wie soll es jetzt weitergehen?«, fragte Trudy.

      »Ich weiß nicht genau.« Rose zuckte mit den Schultern und nahm einen Schluck von ihrem gerade gemixten Cocktail. Fast hätte sie sich verschluckt, so stark war das Zeug. »Himmel, seid ihr wahnsinnig! Das kann ja kein Mensch trinken!«

      »Du bist ja auch kein Mensch mehr, seit du diese Kanzlei verlassen musstest. Du brütest nur noch vor dich hin. Vielleicht kommst du mal wieder zur Besinnung mit diesem ›Wachmacher-Getränk‹«, sagte Karen.

      »Da kann unmöglich das drin sein, was ihr mir aufgezählt habt.«

      »Doch, nur sind drei verschiedene Sorten Rum drin. Die haben es in sich, nicht wahr?« Karen lachte laut und als sich unter anderem ein gut aussehender Mann zu ihr umdrehte, lächelte sie ihm kokett zu. Daraufhin behielt er sie im Blick.

      Rose stöhnte. Sie nahm einen Schluck von ihrem Cocktail-Gebräu und hätte sich beinahe die Nase zugehalten. Ihr Hustensaft schmeckte auch nicht schlechter dagegen.

      »Also, Rose, was ist nun? Du hast dich also beworben. Und, gab es irgendeine Reaktion?« Trudy verschränkte die Arme und blickte sie herausfordernd an.

      Rose schüttelte den Kopf.

      »Was hast du denn jetzt vor? Dein Leben geht den Bach runter, wenn du dich jetzt nicht zusammenreißt«, warf Trudy ihr vor.

      »Hey komm, sie ist doch noch in der Trauerphase«, beschwichtigte Karen.

      »In welcher Trauerphase? Von dem bekloppten Job? Rose bekommt überall einen Job als Steuerfachangestellte. Ist ja nicht so, dass es nur eine einzige Kanzlei in Los Angeles gibt – ausgerechnet hier!«

      »Ich glaube, es geht da eher um einen Mann ...«, sagte Karen.

      Rose blickte von ihrem Cocktail auf.

      Über Trudys Gesicht legte sich ein vielsagender Zug. »Ach, du meinst: Dr. Mistkerl William Lambert!«

      »Richtig! Aber ich wusste gar nicht, dass er zwei Vornamen hat. William ist mir neu.«

      Die Frauen lachten. Nur Roses Miene blieb unbewegt. Sie nahm einen letzten Schluck und stellte erschrocken fest, dass ihr Glas leer war.

      »Na, Schätzchen, war nicht viel drin, oder?«

      Rose zog einen Mundwinkel hoch. Doch dann kamen die Tränen. Sie dachte an ihren Chef.

      »Hey, eine Gefühlsregung von unserer Kleinen, wunderbar!« Karen klatschte in die Hände. Doch Trudy schüttelte den Kopf und legte ihrer Freundin die Hand auf die Schulter, während sie sagte: »Wir wollten, dass sie Lambert vergisst, nicht ihm nachtrauert. Mission gescheitert. Wir müssen uns etwas anderes einfallen lassen. Und ich habe auch schon eine Idee ...«

      ***

      Wie Rose diese Kopfschmerzen hasste! Warum hatte sie sich von ihren Freundinnen nur überreden lassen, in diese Bar zu gehen. Das hatte

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