Eine Verabredung Im Mondschein. Amanda Mariel
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„Sicherlich gibt es eine Menge andere Damen, mit denen Ihr zu tanzen wünschtet.“ Tabitha schenkte ihm ein kokettes Lächeln.
„Keine so schön wie Ihr, my Lady.“
„Nun machen Sie halblang, Sie können nicht einmal mein Gesicht sehen“, neckte sie, als sie sich auf ihre Zehen erhoben, dann zurücktraten bevor sie sich herumwirbelten, um einander einmal mehr anzublicken.
„Ich habe keinen Bedarf. Ihre goldenen Zöpfe, Ihr fesselnder, veilchenblauer fester Blick und Ihre femininen Reize sagen mir alles, was ich wissen muss.“ Er ließ seinen Blick über ihren Körper wandern, seine Augen funkelten, während sie wieder nach oben stiegen und ihren noch einmal begegneten.
Tabitha drängte den Kitzel von Verlangen, welcher durch sie hindurchfegte, zurück. „Meine Güte, Sie sind aber ein Charmeur.“
„Eine atemberaubende Frau wie Sie verdient nicht weniger.“ Sie drehten sich auf die Seite, um sich dann gegenseitig wieder anzusehen, während sie sich entlang der Reihe von Tänzern bewegten.
„Ich wette Sie haben das zu allen Damen, die Sie diesen Abend als Tanzpartnerin hatten, gesagt“, lachte Tabitha.
„Sie verletzen mich.“ Sein Blick leuchtete vor Schalk, als er sich von ihr ein weiteres Mal wegdrehte.
Obwohl sie nicht verleugnen konnte, dass der Gentleman ihr Interesse gewonnen hatte, hatte sie kein Interesse daran sich von ihm nachstellen zu lassen. Sie fing seinen festen Blick auf, als sie sich wieder einander zu drehten. „Sie sollten wissen, dass ich kein Interesse daran habe diese Saison zu heiraten.“
„Ich auch nicht“, sagte er gedehnt.
Sein verführerischer Tonfall brachte Tabithas Wangen dazu sich zu erwärmen und sie war dankbar für die Maske, welche sie vor seinem Blick verbarg. Sie schenkte ihrem Partner ein Lächeln, als sie die Spitze der Reihe erreichten. „Ich wünsche Ihre Identität zu erraten?“
„Fahren Sie fort.“ Er streifte ihre Hand mit seiner, schickte einen angenehmen Schauer durch ihren Arm.
Tabitha studierte ihn einen Moment lang, in der Hoffnung einige Hinweise durch seine Statur zu erhalten. Ihre Augen wanderten über das, was sie von seinem Gesicht sehen konnte, hinab zu seinen breiten Schultern und seiner schmalen Taille. Er war eher groß und sie entdeckte einige wenige widerspenstige Locken sandbraunen Haars, die unter der Kapuze seines Dominos hinauslugten. Dennoch hatte sie keine Vorstellung, wer dieser Gentleman sein könnte. „Lord Cabot?“, riet sie.
„Versuchen Sie es noch einmal, my Lady.“
„Mr. Warthington?“ Sie begegnete seinem Blick mit einem kleinen Lächeln.
„Ich bin keineswegs so alt.“ Er zeigte ein schelmisches Grinsen.
„Lord Gareth? Lord Huffington? Oder Mr. Haroldson?“ Sie schleuderte eine Reihe Vermutungen heraus, lachte dann als er seinen Kopf schüttelte, damit jeden denunzierend. „Also gut, ich habe keine Ahnung, obwohl ich es sehr gerne wissen würde.“
„Ich bin ihr sehnlichster Verehrer“, sagte er, während sie sich trennten um ihre Plätze in der Reihe einzunehmen.
Als der Durchgang zum Ende kam, geleitete er Tabitha zurück zu ihrer Schwester.
„Bis wir uns wiedersehen.“ Er vollführte eine leichte Verbeugung, drehte sich dann und ging fort.
Tabitha schaute zu, während er in dem Gedränge aus Lords und Ladies verschwand, seine Worte in ihren Gedanken klingelnd—bis wir uns wiedersehen.
„Wer war das?“ Priscilla stieß Tabitha mit ihrem Ellenbogen an.
„Ich habe keine Ahnung.“
KAPITEL 3
Die vornehme Welt ist voller Spannung und versucht herauszufinden, wer die mysteriösen Gentlemen waren, die kurz vor der Demaskierung von dem Baxtor Maskenball verschwunden waren. Man kann nicht anders als sich zu fragen, ob die Tochter eines gewissen Herzogs die Antwort kennt. Sie und einer der mysteriösen Gentlemen schienen sich während ihres Tanzes ungemein miteinander amüsiert zu haben. Könnte Liebe am Horizont aufziehen?
Tabitha atmete den süßen Duft der einzelnen Rose ein, welche kurz zuvor überbracht worden war. Obwohl sie es gewohnt war Blumen und kleine Schmuckstücke zu erhalten, hatte ihr noch niemals zuvor jemand eine einzelne rote Rose geschickt. Während sie die seidige Blüte senkte, wendete sie die Karte, um die darauf geschriebenen Worte zu lesen.
Treffen Sie mich zur Mittagsstunde im Hyde Park beim See Serpentine.
-Ihr sehnlichster Verehrer.
Ihr Puls beschleunigte sich, während sie sich fragte, ob sie es wagen sollte zu gehen. Er könnte gefährlich sein. Möglicherweise ein Schuft, der ihre Unschuld stehlen wollte? Aus Gründen die sie nicht verstehen oder erklären konnte, packte sie der Gedanke. Aber was, wenn sie gänzlich falsch lag und er nach einer Ehefrau jagte?
„Soll ich sie zurücksenden, my Lady?“, fragte der Diener.
Ihr Blick schnellte zu seinem. „Nein, ich behalte diese hier.“
„Wie sie wünschen.“ Der Diener verbeugte sich und zog sich aus dem Raum zurück.
Tabitha spazierte aus dem Salon, ging den Flur hinunter, stieg dann auf dem Weg zu ihrem Zimmer die Treppe hinauf. Sie hielt die Rose fest, blickte gelegentlich auf sie herunter, während sie sich durch das Haus bewegte. Als sie um die Ecke in ihr Zimmer kam, erschrak sie beim unerwarteten Anblick von Priscilla, die neben ihrem Fenster saß. „Du hast mir einen Schrecken eingejagt. Ich hatte nicht erwartet dich in meinem Zimmer versteckt zu finden.“
Priscilla lachte. „Das bedauere ich. Das war nicht meine Absicht. Obwohl ich zugeben muss, dass es komisch war dich zusammenzucken zu sehen.“
„Gewiss.“ Tabitha schoss ihrer Schwester einen halbherzig finsteren Blick zu.
„Konntest du heute zufällig bereits Lady Xs Klatschkolumne lesen?“
Tabitha drehte ihren Kopf zu Priscilla, blickte sie prüfend an. „Was hast du getan?“
„Nicht ich.“—Priscilla legte ihre behandschuhte Hand auf ihre Brust—„Du.“
Tabithas Augen wurden groß, als die Worte ihrer Schwester einsanken. „Ich?“
„Ja, du. Es scheint, dass Lady X glaubt, dass du weißt wer dein mysteriöser Tanzpartner war.“ Priscilla grinste. „Sie hat sogar spekuliert, dass Liebe am Horizont aufziehen könnte.“
„Unsinn.“ Ihre Gesichtszüge stählend, bewegte sich Tabitha zu ihrem Schminktisch und ließ die Rose auf seine polierte Oberfläche aus Mahagoni fallen. „Nicht nur weiß ich nicht, wer er war, noch könnte es mich nicht weniger kümmern.“
„Woher kam denn diese?“ Priscilla stand auf und spazierte zum Schminktisch.
Tabitha drehte sich um, um die Rose mit ihrer Kehrseite zu verstellen. „Es ist nichts.“
Priscilla griff um sie herum und holte die Blüte hervor,