Aurelia aurita. Gerald Schneider
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Der Übergang zum Herbst vollzieht sich durch ein allmähliches Aufbrechen der Wasserschichtung und eine allgemein höhere Nährstoffverfügbarkeit. Die im Zuge der Frühjahrsblüte abgesunkene organische Substanz ist im Wesentlichen „aufgearbeitet“ und in den Sedimenten sind hohe Nährstoffkonzentrationen vorhanden.
Bedingt durch gelegentliche anoxische Bedingungen, Bioturbation, turbulente Umschichtungen und spezifische hydrografische Bedingungen werden die nährstoffreichern Interstitialwasser in die freie Wassersäule gemischt. Zu nennen ist unter anderem der Einstrom salzreicher Wassermassen aus dem Belt und dem Kattegat, die im Spätsommer und im Frühherbst durch die Zunahme der Westwindkomponenten ausgelöst wird.
Dies stabilisiert zunächst zwar die Schichtung der Wassersäule durch eine Halokline, das „schwere“ salzreiche Wasser drückt aber auch die weniger salzreichen Interstitialwässer aus dem Sediment, sodass es zu der Anreicherung mit Nährstoffen im freien Wasser der Bucht kommt.
In der Folge kommt es zu einer weiteren Massenvermehrung des Phytoplanktons, der „Herbstblüte“, die vor allem durch Ceratium-Arten, in manchen Fällen aber auch durch Diatomeen hervorgerufen wird. Die Primärproduktion ist mit 0,6 gC m-2 d-1 immerhin noch höher als zur Zeit der Frühjahrsblüte. Im Wesentlichen verhindert eine noch optimale Nährstoffversorgung einen höheren Bestandsaufbau als im Frühjahr.
Das Metazooplankton und die Protozoen reagieren gleichfalls mit noch einmal erhöhten Beständen, bevor sich zum Winter die niedrigen Populationsdichten einstellen. Diese Herbstblüte ist insbesondere für die Copepoden bedeutsam, da sich hier letztmalig die Gelegenheit bietet, die Reservestoffe in Form von Öltröpfchen anzulegen oder auszubauen.
Der Wegfraß an Phytoplankton ist aber insgesamt eher gering und der Großteil der Biomasse sinkt, ähnlich wie bei der Frühjahrsblüte, zu Boden.
Tab. 1: Nach Smetacek et. al. (1984) können innerhalb des saisonalen Produktionszyklus – den Winter nicht mitgerechnet – vier Phasen unterschieden werden:
Die Ohrenquallen sterben zu dieser Zeit ab, nachdem sie schon länger Degenerationserscheinungen gezeigt haben. Sie sinken zum Boden und stellen damit einen hohen Eintrag an organische Substanz in das Sediment dar. Dieses ist aber sehr fleckenhaft verteilt.
Mit Abnahme der Tageslänge, abkühlenden Wassertemperaturen und z. T. heftigen Stürmen geht die Kieler Bucht in die durch geringe biologische Aktivität gekennzeichnete Winterphase über.
Bezogen auf das ganze Jahr liegt die pelagische Primärproduktion bei ca.125 – 175 gC m-2 a-1. Nach den groben Abschätzungen in der anfangs zitierten Literatur sedimentieren davon 35 % direkt, rund 25 % werden durch Bakterien in der Wassersäule remineralisiert und etwa 40 % werden vom Zooplankton direkt gefressen. Mindestens 96 % der vom Zooplankton (Sekundär- und Tertiärproduzenten) gefressenen Primärproduktion werden wiederrum respiriert oder kommen als fecal pellets oder abgestorbenen Körpern dem Sediment zugute. Lediglich 4 % (= 2 % der Jahresprimärproduktion) stehen höheren Konsumenten zur Verfügung.
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