Love and Crime. Sarah Glicker

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Love and Crime - Sarah Glicker Love and Crime

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Stattdessen dreht er sich um und schiebt mich vor sich her, bis wir seinen Wagen erreicht haben.

      Doch ich beschließe, dass ich dieser Sache eine Chance geben werde.

      Eine halbe Stunde später stelle ich fest, dass sich das Haus anscheinend in einer ruhigen Wohngegend befindet, in der nur Einfamilienhäuser stehen. In gewisser Weise erinnert es mich an die Straße, in der meine Eltern wohnen. Daher kann ich aber mit Gewissheit sagen, dass es eine Gegend ist, in die wir eigentlich überhaupt nicht passen. Wir sind weder spießig noch die absoluten Vorzeigenachbarn, die regelmäßig den Rasen mähen.

      Zumindest bin ich das nicht und irgendwie kann ich mir das auch bei Zane nicht vorstellen. Er ist ein Kopfgeldjäger und hat auch das lose Mundwerk eines Mannes, der diesen Job macht.

      Während er sich kurz mit dem Vermieter unterhält, sehe ich mich um und stelle fest, dass das Nachbarhaus baugleich ist. Sogar die Vorgärten sehen gleich aus. In beiden befinden sich Kieselsteine und ein kleiner Busch, der in der Mitte steht.

      Ich bin mir nicht sicher, ob das so gewollt ist, doch ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Irgendwie kommt es mir nämlich so vor, als hätte man gewollt, dass beide gleich aussehen.

      Das Innere des Hauses ist geräumig und aufgrund der hohen Fenster, die beinahe bis unter das Fenster reichen, hell. Die Böden bestehen aus einem dunklen Holz und die Wände sind in einem hellen Ton gestrichen, sodass sie sich voneinander abheben. Auch in der oberen Etage wird diese Farbkombination so weitergeführt.

      Ich gebe zu, dass es wirklich super und sehr gemütlich aussieht. Und ja, auf Anhieb kann ich uns hier erkennen. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass ich die Miete einfach viel zu teuer finde.

      Als ich mich nun jedoch wieder auf die beiden Männer konzentriere, die sich einige Schritte von mir entfernt befinden, stelle ich fest, dass Zane anscheinend andere Pläne hat. Ungläubig sehe ich dabei zu, wie sie sich über den frühestens Termin für den Einzug unterhalten.

      „Wir nehmen das Haus“, verkündet er schließlich mit einem glücklichen und zufriedenen Lächeln.

      Es dauert einen Moment, bis seine Worte bei mir angekommen sind. Doch dann sehe ich ihn mit offenem Mund an. Allerdings scheint er das überhaupt nicht zu merken.

      Wie selbstverständlich füllt er den Mietvertrag aus und unterschreibt ihn, an der vorhergesehenen Stelle. Nachdem der Vermieter ihm den Schlüssel ausgehändigt hat, verabschiedet sich dieser und lässt uns in unserem neuen Haus alleine.

      Unser Haus.

      Auch nach einigen Minuten kommt es mir noch unwirklich vor, sodass ich nicht genau weiß, wie ich darauf reagieren soll.

      „Wie findest du es?“, fragt er mich und zieht mich so aus meinen Gedanken heraus.

      „Es ist wunderschön“, erkläre ich und spreche damit die Wahrheit aus. „Aber es ist auch viel zu teuer“, murmle ich dann so leise, dass ich mir nicht sicher bin, ob er mich verstanden hat.

      Doch auch das ist die Wahrheit, daher will ich es nicht für mich behalten.

      Da ich mich in dem großen Wohnbereich umsehe, dauert es einen Moment, bis ich merke, dass er zu mir kommt. Dabei lässt er mich keine Sekunde aus den Augen. Schließlich bleibt er dicht vor mir stehen.

      „Ja, das Haus ist nicht günstig. Diesen Punkt gebe ich zu. Doch das ist mir egal. Ich will, dass du glücklich bist. Und in diesem Haus bist du es.“

      Ich öffne meinen Mund, da ich etwas erwidern will. Bevor ich das jedoch machen kann, legt er seine Lippen auf meine und bringt mich so zum Schweigen.

      „Ich habe deine glänzenden Augen gesehen, als er“, flüstert er, nachdem er sich von mir gelöst hat. „Daher ist mir der Preis für dieses Haus egal. Außerdem verdiene ich mehr als genug. Schon alleine aus diesem Grund musst du dir deswegen keine Sorgen machen.“

      Zane zuckt mit den Schultern. Mir liegen noch ein paar Worte auf der Zunge, die ich gerne von mir geben würde, doch ich behalte sie für mich. Gerade kommt es mir vor, als wäre es besser, wenn ich nichts sage.

      Das ist jedoch nicht der einzige Grund. Ich freue mich über seine Worte. Sie zeigen mir, wie viel ich ihm bedeute. Und ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr mir das unter die Haut geht. Ich gebe aber zu, dass es so ist, weil ein kleiner Teil von mir gedacht hat, dass diese Beziehung nur für eine kurze Zeit halten wird.

      Irgendwie hatte ich die Befürchtung, dass wir einfach zu unterschiedlich sind. Und wenn man es genau nimmt, sind wir genau das.

       Damit hat er mir jedoch das Gegenteil bewiesen.

       „Wir sollten uns jetzt auf den Weg machen“, verkündet er schließlich und schiebt mich vor sich her, bis wir das Haus verlassen haben.

       „Wohin?“

       „Du hast nur die Möbel aus deinem alten Kinderzimmer, die mittlerweile doch ziemlich in die Jahre gekommen sind, und meine sind auch nicht mehr die schönsten, da ich mir damals das meiste gebraucht gekauft habe. Daher ist es nun vielleicht an der Zeit, dass wir ins Möbelhaus fahren und das Schlafzimmer und das Wohnzimmer einrichten. Eine Küche haben wir ja.“

       In letzter Sekunde kann ich mir gerade noch ein Seufzen verkneifen. Gerne würde ich sagen, dass das ein Vermögen kosten wird, doch auch dieses Mal halte ich den Mund. Obwohl ich der Meinung bin, dass wir auch später alles nach und nach kaufen können. Doch er macht den Anschein auf mich, als würde ihn das überhaupt nicht interessieren.

       Wenn ich schon gedacht habe, dass es schwierig ist, eine bezahlbare Wohnung zu finden, muss ich sagen, dass es beinahe unmöglich ist, vernünftige Möbel zu finden, die kein Vermögen kosten. Es ist schon ein wenig her, dass ich das letzte Mal in den USA in einem Möbelhaus war.

       Wahrscheinlich waren sie damals schon so teuer und ich habe es einfach verdrängt, denke ich.

       „Was sind das für Preise für ein bisschen Holz?“

       Die Worte haben meinen Mund verlassen, bevor ich es verhindern konnte. Dabei wollte ich es eigentlich für mich behalten.

       Sofort werfe ich Zane einen entschuldigenden Blick zu, obwohl es die Wahrheit ist. Sein leises Lachen ertönt und zeigt mir, was er von meiner Frage hält.

       „Es gibt am anderen Ende der Stadt auch ein Möbelhaus, in dem es günstiger ist. Allerdings sollen die Möbel ja auch halten. Ich wollte nicht nächstes Jahr wieder los müssen deswegen. Und bei günstigen Möbeln ist das ehrlich gesagt meine Befürchtung.“

       Mit diesen Worten geht Zane an mir vorbei und hält auf eine schwarze Ledercouch zu, die in einiger Entfernung steht.

       „Wie findest du sie?“, fragt er mich, ohne sich dabei von ihr abzuwenden.

       „Zu teuer“, gebe ich zurück, nachdem ich einen Blick auf das Preisschild geworfen habe. Gleichzeitig verziehe ich ein wenig das Gesicht.

       Als ich neben ihm stehen bleibe, tritt er hinter mich. Zane schlingt seine Arme um meinen Oberkörper und zieht mich an seine Brust, sodass ich seinen Atem auf meiner Haut spüren kann. Sofort beginnt mein Herz schneller zu schlagen und die Schmetterlinge in meinem Bauch werden wach.

      

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