Perry Rhodan - Die Chronik. Alexander Huiskes

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Perry Rhodan - Die Chronik - Alexander Huiskes

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Bull bricht mit der KAURRANG nach Shaogen-Himmelreich auf, die Heimat der Baolin-Nda. Von diesen Wesen, die als weiteres Thoregon-Volk gelten, erwartet man sich Antworten. Mit an Bord sind neben dem schon wieder ins Teullersystem zurückgekehrten Perry Rhodan der Ertruser Poulton Kreyn, die TLD-Agentin Mondra Diamond mit ihrem Klonelefanten Norman und der Physiker Tautmo Aagenfelt.

      In Shaogen-Himmelreich begegnet man nicht nur dem Volk der Mönche und dessen Seelenhirten Siebenton, sondern gerät auch in die Auseinandersetzung mit den nihilistischen Anhängern des Traal. Nur die Baolin-Nda findet man einstweilen nicht; sie gelten als Legende. Während zwischen Traal und Mönchen eine erbitterte Schlacht tobt, gelangt die KAURRANG in den Deltaraum der beiden letzten Baolin-Nda. Diese stellen das seit siebzig Jahren erloschene Shaogen-Sternenlicht wieder her. Das damit einhergehende Glücksgefühl, das durch diese eigentlich einst als Waffe verwendete Anlage erzeugt wird, verhilft den Mönchen zum Sieg.

      »Neue Handlung – jetzt einsteigen!«, stand in einem roten Streifen in der unteren rechten Ecke von PR 1876, Horst Hoffmanns »Das Heliotische Bollwerk«. Und wenn auch die Handlung um Thoregon im Hintergrund weiterlief, betraten wir mit diesem Kurzzyklus zwei neue Schauplätze, die zusammen mit den Geschehnissen in der Milchstraße eine flotte, abwechslungsreiche Handlung boten. Es wurde klar, dass die Menschheit Teil eines Thoregons werden sollte, dessen Gründung kurz bevorstand, ohne dass man genau wusste, was das bedeutete. Und ebenso, dass jemand namens Shabazza großes Interesse daran hatte, diese Gründung zu verhindern, denn dass der mysteriöse Bösewicht auch hinter den perforierten Leichen und den explodierenden Bollwerken stand, bezweifelte niemand. Wer aber genau Shabazza war, sollten uns erst die Bände des nächsten Zyklus zeigen. Und wer waren eigentlich diese Helioten …?

      Auf ein gewisses Unverständnis bei den Lesern stießen die Dscherro. Die Leichtigkeit, mit der sie sich gegen erstaunliche passive Terraner durchsetzen konnten, kam nicht gut an. Auch eine spätere Einlassung des Verlags, man habe zeigen wollen, wie die Terraner mit einem Volk konfrontiert werden, das ähnlich rücksichtslos vorging wie sie in der Frühzeit der Serie, wusste nur bedingt zu überzeugen.

      Mit der Galaxis DaGlausch betraten wir eine Phase der Serie, in der wieder mal die Namen von Mitarbeitern verfremdet in die Handlung einbezogen wurden: »DaGlausch« = Schwäbisch für »der Klaus«. Später würden uns noch Sabine Bretzinger als Bré Tsinga und Ernst Vlcek, namensgebend für das Volk der Wlatschiden, begegnen – ganz zu schweigen von der an die Kaffeemarke angelehnt scheinenden Galaxis Segafrendo. Dazu befragt, antwortete Robert Feldhoff 2003 in der SOL 32 (S. 59):

      »Segafrendo habe ich tatsächlich gar nicht als Gag gemeint oder bemerkt; die Kaffeemarke ist im Norden praktisch nicht verbreitet. Ich habe also das Klangmuster eher unbewusst adaptiert.

      DaGlausch oder Bré Tsinga kann wirklich nur der absolute Insider kennen, und das sind von den Rhodanisten vielleicht zwei Prozent. Also keine Reue, diese verbratenen Interna gehören (angefangen mit dem legendären Zahlmeister Curd Bernhard von der CREST II) zu allen Zeiten zu PERRY RHODAN.

      Allerdings gehören Namensgebungen dieser Art weitestgehend der Vergangenheit an; Rainer Castor kriegt dann nämlich regelmäßig die Krise.«

      Der Bollinator und das Fallbeil

      Die Autorenkonferenz in Rastatt am 21. April 1997 hatte einen neuen Teilnehmer: den frischgebackenen Marketing-Mitarbeiter Klaus Bollhöfener. Da sich der anstehende neue Zyklus um die Heliotischen Bollwerke drehen würde, bot sich schnell ein Spitzname für ihn an »der Heliotische Bolli«. Bollhöfener war zu diesem Zeitpunkt in der PRFZ und insbesondere als Redakteur der SOL aktiv, wo er sich rasch einen anderen Namen erwarb: »Bollinator«. Dieser ist verbunden mit dem »Fallbeil-Termin«, der all jene ereilte, die ihre Beiträge nicht fristgerecht ablieferten. Doch gerade ob dieser Konsequenz gediehen sowohl die SOL als auch später das PR-Marketing unter seiner Ägide.

      Kurzbiografie

      Klaus Bollhöfener

      Klaus Bollhöfener wurde am 14. Dezember 1957 in Würzburg geboren. Nach einer Ausbildung als Schriftsetzer und ersten Arbeitsjahren im Druckgewerbe wechselte er ins Verlagswesen. In einem Würzburger Verlag widmete er sich der Buchgestaltung und -herstellung und wirkte ehrenamtlich im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer mit. Berufsbegleitend ließ er sich zum Multimedia-Operator weiterbilden.

      Mit diesem Abschluss bewarb er sich beim Pabel-Moewig Verlag und wurde eingestellt. Seit April 1997 zeichnet er für große Teile des PERRY RHODAN-Marketings verantwortlich (u. a. Koordination von Merchandise-Projekten, Veranstaltungsorganisation, Messeauftritte und die Gestaltung von Werbemitteln und Anzeigen). Sein erster Stresstest war zweifellos der PERRY RHODAN-WeltCon 1999, der wohl nur noch durch den PERRY RHODAN-WeltCon 2011 übertroffen wurde.

      Da er als Jugendlicher bereits PERRY RHODAN-Fan war, ist er nach wie vor der Fanszene eng verbunden: Jahrelang fungierte er nebenbei als Herausgeber des Fanzines STERNENFEUER, aber sein wohl bedeutendster Beitrag datiert auf das Jahr 1995, in dem er die PERRY RHODAN-FanZentrale aus der Taufe hob, die Dachorganisation für PERRY RHODAN-Fans weltweit, die 1997 zum eingetragenen Verein wurde. Auf ihn gehen maßgeblich die Übernahme des PERRY RHODAN-JAHRBUCHS durch die FanZentrale und die FAN-EDITION zurück, auch das Mitgliedermagazin SOL prägte er jahrelang. In seiner Freizeit betreute er außerdem das im Atlantis-Verlag erscheinende Magazin PHANTASTISCH! und wurde 2005 mit dem Kurd-Laßwitz-Preis in der Kategorie »Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Science Fiction 2004« bedacht.

      Zu seiner Lektüre gehören neben der SF auch viele andere Spielarten der Belletristik, aber ebenso Sach- und Fachbücher zu den Themenfeldern Naturwissenschaften, Psychologie, Geschichte und Medien. Sein zweites großes Hobby ist die Musik, wobei das Spektrum dort ebenso breit wie sein literarisches Interesse ist. Als Schlagzeuger spielte er in diversen Bands und arbeitete darüber hinaus viele Jahre in seiner Freizeit für eine Konzertagentur.

      PERRY RHODAN goes USA … again

      Im September 1997 gab es einen Versuch, die PERRY RHODAN-Serie wieder in den USA zu etablieren. Passend zum gerade aktuellen Zyklus sollte der Neustart mit Band 1800 erfolgen, der unter dem Titel »Time Lapse« auf den amerikanischen Markt (oder, um genauer zu sein, in den amerikanischen Versandhandel) kam. Insgesamt legte der eigens dafür gegründete Einmann-Verlag Vector Enterprises aus Kalifornien Übersetzungen der ersten fünf Bände des Zyklus vor, Band 1800 im normalen Heftromanformat, 1801 bis 1803 im größeren Magazinformat, 1804 dann nur noch als E-Book. Hinter Vector Enterprises steckte der studierte Betriebswirt und Kampfkunstlehrer John Foyt. Foyt wurde von einigen freien Mitarbeitern unterstützt, unter anderem Dwight Decker als Übersetzer; Decker hatte bereits um 1974 Wendayne Ackerman bei den Übersetzungen des Posbi-Zyklus für Ace Books unterstützt, kannte sich also in der Serie und ihrer Terminologie aus, die in der neuen Ausgabe übernommen wurde (also »Pucky« für »Gucky«, »Bell« für »Bull« und »Topides« für »Topsider«, um nur drei Beispiele zu nennen).

      Gleichwohl der Start der neuen Übersetzung durch die Teilnahme von Klaus N. Frick, Eckhard Schwettmann und Robert Feldhoff am Science Fiction WorldCon in San Antonio als Gäste und Referenten flankiert wurde, wobei sie von »Fan-Urgestein« Forrest J. Ackerman tatkräftig unterstützt wurden, schlug das Projekt fehl.

      Heiko

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