Sampa Girls - Fußballfieber. Frank Alves
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„Ja“
„Wir haben ihr Auto gefunden. Es hat die Ausfahrt einer Tiefgarage versperrt. Die Türen waren nicht verschlossen. Wir mussten den Wagen leider abschleppen. Ist Ihnen der Wagen gestohlen wurden ?“
„Nein, nicht das ich wüsste“, lügt Laura und bekommt dabei einen roten Kopf, aber zu ihrem Glück kann der Wachtmeister am anderen Ende des Telefons das nicht sehen.
„Ich habe den Wagen gestern Nachmittag hier auf der Straße abgestellt und bin davon ausgegangen, dass er noch dort steht. Warten Sie kurz, ich schaue gerade mal zum Fenster raus, ob er noch da steht.“legt das Telefon kurz zur Seite und geht ein paar Schritte im Wohnzimmer. Dann nimmt sie sich das Telefon wieder und sagt:
„Sie haben recht. Das Auto steht nicht mehr da, wo ich es gestern abgestellt habe. Das muss wohl jemand geklaut haben.“
„Können Sie nach Capão Redondo zu unser Polizeistation kommen, den Wagen identifizieren und ihn danach mitnehmen ?“ fragt der Wachtmeister.
„Ja, sicher“, antwortet Laura. „Ich muss noch einen Ersatzschlüssel suchen. Ab wann kann ich denn kommen ?“
„Sie können ab sofort kommen oder später, das ist uns egal. Vergessen Sie nur nicht, dass Sie sich ausweisen müssen.“
„Ok, ich muss noch überlegen, wie es mir zeitlich am besten passt“bedankt sich höflich für den Anruf. Dann verabschieden sich beide voneinander und beenden das Telefonat.Zeit später greift sich Laura ihren Pass und verlässt ihre Wohnung. Sie läuft zu Fuß zur Metrostation Jabaquara, um dort einen Omnibus Richtung Marginal Pinheiros zu nehmen. Sie kennt sich mit den Buslinien nicht so gut aus, deshalb fragt sie sich durch. Wie üblich in São Paulo kennt niemand den genauen Weg. Jeder Passant, den man fragt, gibt seine Vermutungen zum Besten, aber keine weiß etwas mit Sicherheit. So entscheidet sich Laura, einen Bus zum Terminal Santo Amaro zu nehmen. Nach 40-minütiger Fahrt erreicht der Bus das Terminal. Von hier geht Laura direkt in die Metrostation Largo Treze. Dort fährt die Linie 5, die Laura direkt nach Capão Rendo bringt. Angekommen an der Metrostadion in Capão Redondo fragt sie sich diesmal erfolgreich durch und nimmt einen weiteren Bus, mit dem sie zur Polizeistation fahren kann. Bevor sie die Polizeistation betritt, bleibt sie kurz stehen und überlegt, was sie sagen soll. Den Überfall will sie immer noch verschweigen. Die Frage ist, ob die Kollegen wissen, dass sie auch eine Polizistin ist und ob der Vorgang an ihre Dienststelle weitergeleitet wird. Was ist, wenn dieser Carlos oder wie er auch heißen mag, bereits festgenommen ist, und erzählt dann die Geschichte des Überfalls. Zu viele Fragen, auf die sie keine Antworten hat, gehen ihr durch den Kopf. Sie beschließt, einfach rein zu gehen und nur auf die Fragen der Kollegen zu reagieren. Sie betritt das Gebäude und geht zum Schalter. Da kommt auch schon ein Polizist auf der anderen Seite des Schalters auf sie zu und begrüßt sie:
„Guten Tag“
„Guten Tag, ich habe einen Anruf von Ihnen bekommen, dass ich mein gestohlenes Auto hier abholen kann“, sagt Laura und kommt ohne lange Vorreden zum Punkt.
„Von mir haben Sie leider keinen Anruf bekommen, aber ich ...“, antwortet der Polizist lächelnd und bemustert Laura von oben nach unten. Man sieht seinem Blicken an, dass er Laura attraktiv findet.
„Ha, ha“, unterbricht Laura den Polizistin. Sie weiß schon, dass er einen Anmachspruch loswerden wollte. „Leider habe ich keine Zeit für Scherze. Ich brauche meinen Wagen schnellst möglich zurück.“legt ihre mitgebrachten Dokumente alle auf die Theke. Der Polizist schaut sich die Dokumente an, nimmt in die Hand und sagt:
„Einen Moment, bitte, Frau äääääh ach ja Ferreira. Ich komme gleich zurück. Setzen Sie sich kurz hin. “zeigt auf die Stuhlreihe, die sich vor dem Schalterbereich befindet und verschwindet mit den Dokumenten im Hinterzimmer.
„Nein Danke, ich bleibe lieber stehen. Es wird doch hoffentlich nicht zu lang dauern“, ruft Laura ihm hinterher.tippt aufgeregt mit ihren Fingern auf der Theke. Sekunden kommen ihr wie Minuten vor. Dann fünf Minuten kommt der Polizist zurück zu ihr. Er hat einige Sachen in seiner und legt sie alle auf die Theke.
„Das haben wir im Handschuhfach ihre Auto gefunden. Sie hatten bei meinem Kollegen, der Sie angerufen hat, angegeben, dass Sie den Diebstahl nicht bemerkt hatten. Wie kommt es, dass die Geldbörse mit Bankkarten und Ihr Handy sich Auto befinden ?“
„Äh, die muss ich wohl im Wagen vergessen haben“, stottert Laura unsicher, schaut sich die Gegenstände auf der Theke an und stellt fest: „Das Bargeld wurde aber aus der Geldbörse genommen.“
„Ja, hier ist der Schlüssel. Der Wagen steht hinten im Hof. Bitte unterschreiben Sie noch hier, dass ich Ihnen alle Gegenstände überreicht habe“, der Polizist zeigt mit dem Zeigefinger auf ein Papierformular und legt den Schlüssel und einen Kugelschreiber auf die Theke.nimmt erst den Kugelschreiber und unterschreibt ungelesen das Formular. Dann greift sie sich den Schlüssel, die Geldbörse und das Handy und fragt:
„Kann ich jetzt gehen ?“
„Ja, klar einen schönen Tag“
„Danke“verlässt die Polizeistation und geht auf den Hof. Da sieht sie auch schon ihren Wagen. Sie öffnet die Fahrertür mit dem Schlüssel und steigt ein. Bevor sie startet schaut sie sich im Wagen um, ob irgendetwas fehlt oder irgendetwas zu viel dort ist. Sie kann nichts besonderes entdecken. Dann lässt den Wagen und biegt in die Estrada de Itapecerica ein. Sie fährt die Straße nordöstlich stadteinwärts. Da keine Zeit mehr ist nach Hause zu fahren, beschließt sie direkt zum Stadion Pacaembu mit dem Auto zu fahren. Nach knapp zehn Kilometern am Ende der Estrada de Itapecerica überquert sie den Rio Pinheiros über die Ponte João Dias. Nach der Brücke verlässt sie diese Straße und fährt auf der Avenida das Nações Unidas in Richtung Norden. Nach weiteren zehn Kilometern verlässt sie die Avenida das Nações Unidas und biegt in die Avenida Rebouças ein. Nach einer halben Stunde ist sie in der Nähe des Hospital das Clinicas. Hier sucht sie sich einen Parkplatz in den SeitenStraßen. Sie hat Glück, dass gerade ein anderer Wagen einen Platz am Straßenrand freimacht. Sie parkt ihr Auto dort ein. Es ist noch eine viertel Stunde bis zum Treffzeitpunkt 15 Uhr. Sie geht zu Fuß Richtung Metrostation. Auf der Straße befinden sich schon einige Leute in Corinthians-Trikots.
6
Janaina, gekleidet in einem kurzen Minirock und einem schwarzen ärmellosen Shirt mit Corinthians-Wappen auf der Vorderseite, parkt ihren Wagen in der Nähe von Naomis Haus. Sie will nicht klingeln, da sie sonst von Naomis Eltern in ein Gespräch verwickelt wird, und deshalb eventuell nicht pünktlich zum Spielbeginn im Stadion ankommt. Sie ruft Naomi auf ihrem Handy an.
„Hallo Janaina“, meldet sich Naomi.
„Hallo Naomi, ich bin gleich bei Dir. Gehe schon mal vor die Tür. Wir sind spät dran. Laura wird schon auf uns warten.“
„Ja, ich bin schon auf dem Weg.“
Naomi zieht sich ihre Schuhe an. Sie ist ebenfalls mit einem ärmellosen Corinthinas-Shirt bekleidet und trägt eine enge weiße Jeans-Hose. Sie geht auf die Straße, und da sieht sie auch schon Janaina, wie sie ihr auf dem Fußweg entgegenkommt. Sie begrüßen sich mit Wangen küssen.
„Lass uns gleich zur Metro gehen“, beginnt Janaina das Gespräch hektisch. „Wir haben keine Zeit. Laura ist bestimmt schon vor Ort.
Sie gehen mit schnellen Schritten zur Metrostadion Liberdade, die sich eine viertel Stunde Fußweg entfernt von Naomis Haus befindet. Nach ihrer Ankunft am Bahnsteig brauchen sie nur eine Minute









