Apache Cochise Staffel 1 – Western. Diverse Autoren
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»Was glauben Sie denn? Sind Sie der Meinung, daß Cochise das Massaker angestiftet oder geduldet hat?«
Haggerty starrte auf seine staubigen Stiefel. Diese Frage hatte er sich während des Ritts zum Camp hundertmal gestellt. Sogar mit Miller hatte er darüber diskutiert. Der war jedoch zu schwach gewesen, um sich auf eine längere Auseinandersetzung einzulassen.
»Nun?« fragte Colonel Walmann mit schmalen Augen.
»Ich glaube es nicht, Sir«, erwiderte der Scout mit fester, überzeugender Stimme. »Ich halte ihn für einen Ehrenmann. Aber die Hautfarbe allein macht noch keinen Gentleman.«
»Was wollen Sie damit sagen?«
Howard schaltete sich ein, schenkte Haggerty ein freundliches Lächeln und drehte sich dann White zu.
»Da hören Sie es, Colonel. Ich glaube es übrigens auch nicht. Victorio hat sich da einen Alleingang geleistet, der Cochise teuer genug zu stehen kommen kann, wenn die Weißen keine einsichtigen Führer hätten.«
»Sie meinen, Sir…?«
»Ja«, entgegnete General Howard hart, »ich meine. Und daß ich richtig liege, bestätigt Haggerty.«
White zog sich ein Stück zurück, bis außerhalb des Lampenscheins. Seine Miene drückte Unmut aus.
»Ich frage mich immer, ob es angebracht ist, die Apachen mit Samthandschuhen anzufassen? Eines Tages wird diese Nachsicht vielen, vielen Weißen in diesem Land das Leben kosten. General… Sir, für mich ist Cochise schuldig. Greifen wir die Chiricahuas an!«
»Gut und schön«, sagte Howard. »Unsere Meinungen gehen eben auseinander. Macht nicht das geringste aus. Nur, womit sollen wir die Chiricahuas angreifen? Ich meine, woher soll ich die Soldaten nehmen, wenn das Oberkommando mir zusätzliche Truppen verweigert?«
White wollte aufbegehren, aber Walmanns warnender Blick hielt ihn davon ab.
»Der General hat recht«, sagte Colonel Walmann ohne rechte Begeisterung. »Wir haben einfach nicht genügend Soldaten, um sie in die Berge zu schicken. Es wäre glatter Selbstmord, mit den wenigen Männern in Cochises Reich einzudringen. Wenn wir klug sein wollen, müssen wir zunächst Victorio für den Übeltäter halten. Das erspart uns eine Entscheidung, die tödlich für unsere Soldaten sein kann. Und wenn wir noch ein wenig klüger erscheinen wollen, als nur klug, lassen wir das Cochise auch irgendwie wissen. Möglicherweise hält ihn dies von unüberlegten Entscheidungen ab, die ihm vielleicht aufgezwungen werden.«
Howard nickte zu Walmanns Worten. Sein Gesicht wurde ernst und nachdenklich. Eine Weile sagte er gar nichts, dann wandte er sich wieder an Colonel Walmann:
»Wie könnte das geschehen?« fragte er.
Walmann deutete auf John Haggerty, aber der Scout wehrte ab.
»Das riskiere ich nicht noch einmal, Sir. Cochise wird mich diesmal zu Tode martern lassen. Bei den vielen Beleidigungen, die ich ihm ins Gesicht schleuderte, wäre ich keine Minute lang meines Lebens sicher.«
»Ausgeschlossen, Mr. Haggerty. Schließlich sind Sie Parlamentär und genießen einen Sonderstatus.«
»General, sind Sie sicher, ob Cochise den Begriff überhaupt kennt? Weiß er, daß ein Unterhändler immun ist, nicht verletzt und nicht gefangengenommen werden darf?«
»Nein, wohl kaum.«
General Oliver O. Howard konnte es nicht wissen. Hilflos zuckte er mit den Achseln und schwieg.
Walmann schaltete sich wieder ein:
»Wie solch ein Unternehmen ausgehen kann, läßt sich mit absoluter Sicherheit nicht voraussagen, Mr. Haggerty. Nur, alle Augen in der Armee blicken auf Sie. Der Lohn müßte Ihnen eigentlich das Risiko wehrt sein.«
»Sir, welcher Lohn?«
»Der Ruhm, derjenige gewesen zu sein, der der Vernunft zum Sieg verhalf.«
Haggerty fühlte sich überrumpelt. Mechanisch, ohne es zu wollen, nickte er.
Walmann hakte sofort nach.
»Also einverstanden. Wann reiten Sie, Mr. Haggerty?«
»Morgen«, erwiderte John. Dabei wurde sein Rücken von einer Gänsehaut überzogen.
General Howard sah ihn prüfend an.
»Wenn Sie das schaffen, Haggerty, garantiere ich Ihnen das Offizierspatent. Viel Glück und gesunde Rückkehr!«
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