Perry Rhodan - Die Chronik. Alexander Huiskes

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Perry Rhodan - Die Chronik - Alexander Huiskes

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(und mehrfach von den Autoren angegriffene) Dualität zwischen Kosmokraten und Chaotarchen dadurch, dass er die Menschheit endgültig ihren eigenen Weg gehen ließ, den Dritten Weg (in der Rhodan-Terminologie ein Eigenname und deshalb großgeschrieben), der sich bereits in den Post-Voltz-Werken von Kurt Mahr angedeutet hatte.

      Die behandelte Zeitspanne brachte aber nicht nur inhaltlich Neues. Ab 1996 stieß PERRY RHODAN in die elektronische Welt vor, bedingt durch das Aufkommen des Internets als Kommunikations- und Publikationsmittel. Wir erlebten das Entstehen von E-Books und Hörbüchern sowie von elektronischen Spielen für PC und Handy, aber auch von traditionellen Brett-, Rollen- und Sammelkartenspielen. All dies hatte es davor, falls überhaupt, nur in vereinzelten Ansätzen gegeben.

      Die Serie selbst verzeichnete den verstärkten Einsatz bekannter »Gastautoren« sowie eine deutliche Ausweitung von Nebenprodukten in Form von Miniserien und Taschenbuchreihen. Die mediale Bandbreite der Serie wurde deutlich über die Printform hinaus erweitert, wie es in den Jahren zuvor weder möglich noch denkbar gewesen war.

      Als Chronisten verstehen wir uns inhaltlich und von der Gestaltung her in der Tradition der drei Vorgängerbände, garnieren also die Kerngeschichte der Serie und ihrer Nebenprodukte mit weniger bekannten Entwicklungen und (hoffentlich unterhaltsamen) Anekdoten. Dabei setzen wir einen Schwerpunkt auf zeitgenössische Texte, Arbeitspapiere, Rezensionen und Interviews mit den PR-Schaffenden. Dadurch enthüllen wir nicht die letzten Geheimnisse der Serie (auch Perry Rhodan wies ja die Antwort auf die Dritte Ultimate Frage zurück), sondern überlassen es den Lesern, sich aus dem Dargebotenen ein eigenes Bild der Geschehnisse zu machen. Die Hinweise sind alle da, man muss sie manchmal nur finden …

      Bewusst lassen wir diesen Band mit dem Jahr 2008 enden, gleichwohl der letzte von Robert Feldhoff im Exposé betreute Roman erst Mitte 2009 erschien. Wir tun dies in erster Linie, um den fünften (und die Chronik abschließenden) Band mit einem Anfang beginnen zu können: dem Neubeginn unter der Ägide von Uwe Anton ab

      PR 2500. Dies erscheint uns für eine Serie, die in ihrem Herzen eine positive Utopie anbietet, angemessen.

      Die Genese dieses Buches war eine lange und schwierige: Ursprünglich sollte Eckhard Schwettmann, der wie kaum ein anderer dazu prädestiniert gewesen wäre, den Text erstellen. Durch seinen viel zu frühen Tod am 4. November 2014 wurde dies leider unmöglich. Der als sein Nachfolger ausersehene ausgewiesene PR-Experte Heiko Langhans musste das Projekt nach Vorarbeiten für die ersten drei Jahre aus Gesundheitsgründen abgeben. Ende März 2020 schließlich wandte sich Sabine Kropp, Redakteurin bei VPM, an die beiden aktuellen Chronisten mit der, sagen wir, dringenden Bitte, diesen Teil der Chronik endlich zu einem Abschluss zu bringen.

      Diese Entstehungsgeschichte zeigt sich in ihrer Gesamtheit kaum deutlicher als in einer Mail von Klaus Bollhöfener an die Chronisten vom 30. November 2020, mit der er sein Vorwort ankündigte:

      »Bereits damals, als Eckhard Schwettmann mit seinen Vorbereitungen zum vierten Band der PR-Chronik begann, schrieb ich auf seinen Wunsch hin einen kleinen Text für dieses Buch.

      Und als sich dann im Jahr 2016 Heiko Langhans mit diesem Thema befasste, bekam auch er diesen Text zur Verfügung gestellt.

      Wenn du also möchtest, bekommst auch du genau diesen Text von mir. Okay?«

      Okay.

      Die PERRY RHODAN-Serie ist ja für ihre interne Kontinuität bekannt – warum also nicht ebenso hinsichtlich eines einzelnen Beitrags …?

      Wir haben an vielen Stellen mit Zitaten gearbeitet. Jene, die vor der Rechtschreibreform veröffentlicht wurden, haben wir behutsam auf die aktuelle Rechtschreibung umgestellt (und ebenso behutsam offensichtliche Fehler korrigiert). Zudem haben wir die Schreibkonventionen innerhalb der Zitate an die des Haupttextes angepasst.

      1 Dadurch soll keineswegs die Leistung des Duos Vlcek/Mahr geschmälert werden, die die Serie mit soliden und faszinierenden Handlungsfäden nach Voltz’ Tod stabilisierten und bewahrten, denen aber eine genuine Leitidee fehlte oder die sie – aus welchen Gründen auch immer – nicht umsetzen konnten.

      1996

      Der Zyklus »Die Tolkander«

      Auf dem Planeten Trokan, der an Stelle des alten Mars die Sonne umkreist, hat sich unter einem Zeitrafferfeld die Zivilisation der Herreach entwickelt. Als das Feld zusammenbricht und Rhodan, Reginald Bull und Alaska Saedelaere durch einen sogenannten »Pilzdom« eine Brücke in die Unendlichkeit betreten, werden sie getrennt. Saedelaere wird in die Galaxis Bröhnder verschlagen und geht eine unfreiwillige Symbiose mit der abgeworfenen Haut des verbrecherischen Mutanten Kummerog ein, während Rhodan und Bull in der Galaxis Plantagoo auf die Zivilisation der Galornen treffen. Sowohl in Bröhnder als auch in Plantagoo fällt der Begriff »Thoregon«, hinter dem sich ein intergalaktisches Bündnis zu verbergen scheint.

      In der Milchstraße tauchen derweil seltsame Igelschiffe auf, die zahlreiche Welten besetzen und dank ihres die Sinne verwirrenden Tangle-Scans kaum zu besiegen sind. Atlan und der aus Hangay zurückgekehrte Ronald Tekener führen den Kampf gegen die Invasoren an, die sechs verschiedenen Völkern entstammen, aber mit dem Mutterwesen Goedda einen gemeinsamen Ursprung aufweisen.

      Auf der BASIS regt sich in Form der wiederbelebten Galactic Guardians eine neue Gefahr, der sich die TLD-Agentin Rebekka DeMonn stellen muss.

      Später zeigt sich in der Milchstraße eine neue Entwicklung bei der »Invasion« der Tolkander. Mit den »Philosophen« kommt eine weitere Gattung Wesen ins Spiel, und immer mehr bewohnte Planeten fallen dem von ihnen ausgelösten »Kritzelwahn« anheim. Die Philosophen, die sich als freundliche Wesen geben, die man (aufgrund ihrer starken psionischen Kräfte) einfach liebhaben muss, verkünden den bevorstehenden Untergang. Dabei bringen sie immer mehr Galaktiker in ihre geistige Gewalt. Neben den Zellaktivatorträgern scheinen nur die Herreach gegen ihre den Tod bringende Ausstrahlungen immun zu sein …

      Mit Band 1800, Robert Feldhoffs »Zeitraffer«, sahen wir den Beginn des Großzyklus »Thoregon«, der uns 400 Bände lang beschäftigen sollte, um erst in PR 2199 zu enden. Dahinter stand Feldhoffs Idee, der Serie einen »größeren Rahmen« zu geben, der eine Hintergrundgeschichte schildern sollte, die deutlich über die übliche Länge eines Zyklus hinausging und es ermöglichen würde, eine durchgehende Story über einen größeren Zeitraum zu erzählen.

      Das Jahr 1996 sah den letzten PR-Roman von Peter Griese (Band 1827); der Autor war am 29. April verstorben (s. den Nachruf auf S. 46).

      Zur Jahresmitte stieg der Preis

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