Beleuchtung in Innenräumen - Human Centric Integrative Lighting. Tran Quoc Khanh

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Beleuchtung in Innenräumen - Human Centric Integrative Lighting - Tran Quoc Khanh

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295: 1065– 1070.

      31 DIN SPEC 5031-100 (2015). Strahlungsphysik im optischen Bereich und Lichttechnik – Teil 100: Über das Auge vermittelte, melanopische Wirkung des Lichts auf den Menschen – Größen, Formelzeichen und Wirkungsspektren.

      32 CIE (2018). CIE System for Metrology of Optical Radiation for ipRGC-Influenced Responses to Light, S 026:2018. https://doi.org/10.25039/S026.2018.

      3

      Grundprinzipien von Human Centric Lighting/integrativer Beleuchtung

      In Kap. 2 wurden die Grundkenntnisse über die Fotorezeptoren auf der Netzhaut sowie die Bildung der fotometrischen, farbmetrischen und nicht visuellen Kenngrößen dargestellt. In Kap. 3 werden die Wirkungen von Licht und optischer Strahlung zunächst systemtechnisch und biokybernetisch in einer übersichtlichen Form veranschaulicht. Dies beginnt mit den Eingangsgrößen als charakterisierende Parameter des in das Auge einfallenden Lichts, um die Lichtwirkungen auf den Menschen als System zu charakterisieren.

      Anschließend werden die optische und signaltechnische Verarbeitung des Augenapparats und des Gehirns, die Signalvernetzung sowie die Bedeutung dieser Signalkommunikationen in den Gehirnregionen für die Interpretation der Lichtwirkungen auf die Menschen beschrieben. Diese Beschreibung basiert auf der Grundlage neuerer Literatur, auf die an den entsprechenden Stellen verwiesen wird.

      Die Ausgangsgrößen – sowohl in subjektiver als auch in objektiv messbarer Form – verkörpern die verschiedenen Äußerungsformen bei den akuten und langfristigen Einwirkungen von Licht auf Menschen und werden ebenfalls in Kap. 3 zusammen mit dem Schlafverhalten beschrieben. Diese Beschreibungen der drei Systemblöcke Eingangsgrößen – Gehirn als System – Ausgangsgrößen führen dann zum Ende des Kapitels zu der Betrachtung der Konzeption von Human Centric Lighting (HCL) als einen integrativen Beleuchtungsprozess. Dieses HCL-Konzept wird dann in den Kap. 4 bis 11 in einzelne wichtige und notwendige Themen zerlegt, um dann deren wichtige und relevante Ergebnisse im Kap. 12 mit dem Schwerpunkt Beleuchtungsplanung als Prozess zusammen zu bündeln.

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      Es gibt in der Neurowissenschaft, in der Biomedizin und in der Lichttechnik einige wichtige Fragestellungen, die beantwortet werden müssen:

      1 1. Wie werden die physikalischen optischen Eingangsgrößen im Gehirn verarbeitet, um visuelle und nicht visuelle Effekte zu generieren?

      2 2. Haben die visuellen und nicht visuellen Prozesse faktisch unterschiedliche Verarbeitungszentren oder überlappen sie sich? Gibt es auch wirklich Image-Forming (IF)-und Nonimage-Forming (NIF)-Prozesse, die getrennt laufen, wie man bis vor kurzem glaubte?

      3 3. Haben unterschiedliche Untergruppen von Ausgangsgrößen (Untergruppen der Verhaltensgrößen, der subjektiven Attribute, der visuellen Leistungen, der emotionalen Effekte und Untergruppen der physiologischen Parameter) eine Korrelation zueinander, d. h., verhalten sie sich bei einer bestimmten Lichtintervention in der gleichen Richtung mit der gleichen Tendenz oder laufen sie zum Teil gegenläufig?

      Solche Fragestellungen haben praktische Bedeutungen, um u. a. das Problem zu lösen, bei welchem Spektrum mit welcher Intensität und Lichtdauer sowie um welche Uhrzeit ein Lichtstimulus sowohl die subjektiven als auch die objektiven Befindlichkeitszustände der Lichtnutzer/-innen positiv beeinflussen kann. Gibt es auch bestimmte Lichtmerkmale, bei denen gegenläufige negative Effekte erwartet werden können?

      𝜙e(𝜆) vom Objekt reflektierter spektraler Strahlungsfluss (in W),

      𝜙LQ(𝜆) auf dem Objekt ankommender spektraler Strahlungsfluss der Lichtquelle (in W),

      R(𝜆) spektraler Reflexionsgrad des spezifischen Objekts.

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