Zayn & Sila. Inka Loreen Minden
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Woran hatten sie gearbeitet? Welche Geheimnisse verbargen sich hinter Zayns ausdrucksvollen Augen?
Auf jeden Fall war er kein gewöhnlicher Krieger. Sila kannte zumindest keinen, der je mit ihr einen Kuchen gebacken hatte. Wobei … sie sah ja nur zu. Zayn hatte bisher alles ganz allein gemacht, und jetzt war sie zu gespannt auf das Ergebnis. »Holen wir ihn raus?«, fragte sie.
»Laut meinen Berechnungen braucht er noch zehn Sekunden«, murmelte er.
Sie verkniff sich ein Grinsen, wartete brav und nahm einen tiefen Atemzug, als Zayn die Ofentür öffnete und ihr ein warmer, schokoladiger Duft in die Nase stieg. »Ohne Zweifel riecht er schon einmal hervorragend.«
Er schenkte ihr ein freches Lächeln, woraufhin ein kleines Männlein in ihrem Magen einen Purzelbaum schlug, und stellte die quadratische Form auf die Arbeitsplatte. Dann zog er den Handschuh aus und atmete selbst tief ein. »Ist perfekt geworden.«
Lachend boxte sie ihm gegen die Schulter. »Du Angeber! Noch habe ich ihn nicht probiert.«
Sila geduldete sich einen Moment, bis sie den Kuchen erst auf ein Blech und anschließend auf einen Servierteller stürzen konnte – sodass die richtige Seite wieder oben lag –, und holte ein langes Messer. Sie liebte diese quadratische Form, da sich der Kuchen sehr gut in gleichgroße Stücke einteilen ließ. »Wir müssen ihn kosten, solange er noch warm ist. Dann schmeckt er am besten.«
Behutsam schnitt sie zwei daumendicke Scheiben ab, zog eine heraus und brach ein Stück des luftigen, dampfenden Teiges ab. Danach pustete sie und steckte es sich in den Mund.
Sowohl genüsslich als auch nachdenklich kaute sie, zerdrückte den weichen Teig mit der Zunge, presste ihn gegen den Gaumen und schob ihn zwischen den Wangen hin und her, um so viel wie möglich zu schmecken. Sie kannte jede Nuance, denn sie hatte diesen Kuchen schon unendliche Male gebacken. Trotzdem war diesmal etwas anders. »Das habe ich nicht erwartet. Er schmeckt …«
Zayn hob beinahe arrogant eine Braue. »Ich höre?«
»Fluffiger, intensiver, schokoladiger … Er ist wirklich perfekt!«
Als er sie offen anlächelte, schmolz ihr Herz. Wie gerne hätte sie ihn jetzt geküsst!
Um nicht genau das zu tun, setzte sie sich lieber wieder auf die Arbeitsplatte und kostete noch ein Stück. Dabei beobachtete Zayn nur sie. »Du musst auch mal dein Meisterwerk probieren.«
»Ich weiß, dass er perfekt ist«, raunte er, wobei er nie den Blick von ihrem Gesicht nahm.
»Du bist genauso überheblich wie alle anderen Krieger.« Grinsend brach sie ein weiteres Stück ab, und als er den Mund öffnete, vielleicht um zu protestieren, drückte sie ihm den Kuchen einfach zwischen den geöffneten Lippen hinein.
»Und?«, fragte sie erwartungsvoll, bevor sie ihren Daumen ableckte.
Ihm schien der Kuchen egal zu sein, denn er kaute kaum und schluckte das Stück sofort, ohne sie aus den Augen zu lassen. Mit dunkler Stimme sagte er: »Perfekt«, wobei er sie fixierte wie ein Raubtier seine Beute.
Ihr Puls klopfte so hart, dass sie das Pochen bis zwischen ihre Schenkel spürte. Sie war heiß auf diesen Kerl, und er offenbar auch auf sie, denn sein Blick wanderte immer wieder tiefer: über ihr Bustier und ihren nackten Bauch bis zu ihren Beinen.
Krümel klebten an seinem Mundwinkel, und sie streckte die Hand aus, um mit dem Daumen darüber zu wischen. »Du hast da was …« Als sie über seine weichen Lippen strich, öffnete er sie leicht und ihm entfuhr ein Keuchen, woraufhin sie mutig den Finger ein Stück in seinen Mund schob. Sofort schloss Zayn ihn, um leicht an ihm zu saugen.
Gleichzeitig entglitt ihnen beiden ein Stöhnen.
»Das ist ein richtiger Gaumenorgasmus, oder?«, fragte sie krächzend, als er die Augen aufriss.
Was schockierte ihn?
Er trat näher, nickte, und sie öffnete ihre Schenkel, damit er sich zwischen sie stellen konnte.
Immer noch klebte ein Krümel an seiner Unterlippe. Behutsam krallte Sila die Finger in Zayns T-Shirt, zog ihn langsam zu sich heran, wobei sie seine Reaktionen genau studierte, und wisperte: »Du hast da immer noch was.« Zart strich sie mit der Zungenspitze die Konturen seiner Lippen nach.
Ihr Herz bebte vor Freude, als Zayn leise stöhnte und seinen Mund auf ihren drückte. Vorsichtig schnappte er mit den Lippen nach ihr, und als sie seine mit der Zungenspitze kitzelte, schmiegte er sich an sie und stöhnte lauter. Seine warmen Hände legten sich an ihre Taille, sein harter Körper presste sich an ihren. Sila schlang die Beine um ihn und verschränkte sie leicht an seinem knackigen Hintern. Danach genoss sie seine zurückhaltenden, fast schon unsicheren Küsse.
Mit beiden Händen strich sie an seinen Oberarmen auf und ab. Zayns Muskeln zuckten unter seiner weichen Haut, als würde er überlegen, forscher ranzugehen, sich aber doch nicht traute.
»Du musst mich nicht mit Samthandschuhen anfassen, Zayn«, erklärte sie ihm zwischen ihren Küssen. »Ich bin eine Huntress.«
»Ich weiß«, antwortete er mit kratzender, tiefer Stimme. Sein keuchender Atem traf auf ihre Lippen, seine Hände legten sich auf ihre Oberschenkel.
Hinter ihrem Brustbein zog es heftig vor Zuneigung, weil er sich offenbar langsam herantasten wollte. Zayn war einer von den Guten, bedrängte sie nicht.
»Du schmeckst unglaublich lecker«, raunte er. Dann griff er an ihre Pobacken und zog Sila daran so fest an seinen erhitzten Körper, dass sie seine Erregung an ihrem Schoß fühlen konnte.
Er wollte es – sie wollte es. Sila konnte es kaum erwarten, Zayn die Kleidung vom Leib zu reißen! Schon ewig hatte sie keinen Mann mehr in sich gespürt, und all ihre früheren Erfahrungen hatten entweder im Zuchtprogramm stattgefunden oder waren nur Spielereien gewesen. Mit Zayn wünschte sie sich etwas Ernstes, vielleicht sogar ihre erste echte Beziehung.
Als sie in sein Haar fahren wollte, wich er schlagartig zurück, fasste sich kurz an sein Stirntuch und starrte sie an, als hätte er gerade eine schreckliche Nachricht erhalten.
»Was ist los?«, fragte sie sofort alarmiert. Hatte er etwas gehört? Kam jemand in die Küche? Normalerweise war sie zu dieser Zeit immer allein. Und falls sie erwischt wurden – na und? Sie taten schließlich nichts Verbotenes.
Er straffte sich, fuhr sich hektisch über den Nacken und stammelte: »Hat großen Spaß gemacht, mit dir zu backen. Man sieht sich!« Anschließend wirbelte er auf dem Absatz herum und marschierte so schnell durch die Schwingtür, dass Sila vor Überraschung gar nicht reagieren konnte.
Sie rutschte vom Tisch und rief: »Zayn? Was …« Sie stieß einen tiefen Seufzer aus und ließ den Kopf sinken. Was war passiert? Hatte sie einen Fehler gemacht?
Ihr Herz verkrampfte sich hart. Sie hatte bestimmt nichts falsch gemacht. Anscheinend war sie selbst das Problem.
Verdammt! Wie gelähmt starrte sie auf den Kuchen und versuchte, ihre Tränen zurückzuhalten. Sie hätte in den letzten Jahren nicht jeden Verehrer abweisen sollen. Zumindest Angebote für lockere Affairen hätte sie genug gehabt! Doch bisher war sie noch nicht bereit gewesen, sich auf eine Beziehung einzulassen. Nun war so gut wie kein Mann mehr für sie übrig – zumindest