Mord im Gewächshaus. Ann Bexhill

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Mord im Gewächshaus - Ann Bexhill

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sprach Bände – immerhin war es nach fünf Uhr morgens.

      »Sir ich muss ihnen Melden im Gewächshaus genauer im Gemüsebeet liegt eine Tote!«

      »Etwa in meinen Kürbissen!«, kreischte Misses Bronkers.

      »Etwa ein Mensch aber was sucht der denn dort?«

      Mister Bronkers sah seine Gattin von der Seite an, war sie nicht gestern ziemlich lange im verdammten Gewächshaus geblieben? Der Butler war leider, zum Entsetzen des Ehepaares noch nicht fertig mit seinem Rapport.

      »Meiner bescheidenen Meinung nach wurde das bedauerliche Wesen das Opfer eines Mörders!«

      Das Ehepaar starrte mit aufgerissenen Augen und Mündern zur Tür.

      »Aber wer tut so etwas zu dieser Zeit?«, rief Mister Bronkers.

      »In meinen ... meinen Earl Radstock Kürbissen!«, vervollständigte Misses Bronkers den Satz.

      Die Bedeutung der einfachen Worte Tote und Mord schien beiden noch nicht richtig aufgegangen zu sein. Entweder hatten alle beide Bronkers denselben Traum. Misses Bronkers Traum hatte gerade eben eine dramatische Wendung genommen oder aber – was wahrscheinlicher erschien sie hatte einen Traum in dem sowohl Butler Frederick sowie ihr Gatte eine Rolle spielten. Sie kniff sich in den Arm und sagte, autsch und kniff zur Strafe ihren Gatten in den Bauch.

      »Ist dein Butler Fredericks gerade eben hier in unser Schlafzimmer herein geplatzt und hat gesagt ...«

      Mister Bronkers schüttelte wie benebelt immerfort den Kopf und seine schwabbligen Wangen bebten. Unfassbar murmelte er. Misses Bronkers wiederholte.

      »Ist dein Butler gerade hier ...«

      Er ließ sie nicht ausreden und murmelte in einem fort, während er wie erschlagen an der Kopfstütze gelehnt saß, als hätte ihn ein Riese dorthin geklatscht.

      »Grotesk eine Tote wie sonderbar.«

      »Unmöglich«, befahl Misses Bronkers, »das müssen wir geträumt haben.«

      Noch, während sie sprach, wurde ihr klar, dass es keineswegs geträumt sein konnte. Denn seit wann, hatten zwei Personen, seit 20 Jahren verheiratet oder nicht, den exakt selben Traum. Es war tatsächlich so, dass Frederick, der hochnäsige Butler der, weil er für den Erzbischof von Canterbury gearbeitet hatte, sie wie Dreck behandelte, diese absurden und wahnsinnigen Worte wirklich ausgesprochen hatte. Misses Bronkers überlegte eine Weile und versetzte dann ihrem Gatten einen weiteren Rippenstoß.

      »Karl, Karl, tue endlich etwas du Schlafmütze!«

      Mister Bronkers ächzte, murmelte etwas das nach einem Fluch klang und wuchtete seine Beine aus dem Bett.

      »Steh endlich auf, Karl! Hast du gehört, was Frederick gesagt hat?«

      »Das ist nicht möglich«, nuschelte Mister Bronkers.

      »Wo ist mein verfluchter linker Hausschuh Polly?«

      »Du musst doch wissen, wo du ihn gelassen hast und nun höre auf, mit offenen Augen zu träumen! In meinem Preis Gemüsebeet liegt eine Tote!«

      Poliene sagte es so unterschwellig vorwurfsvoll als hätte ihr Gatte ein City Mann Blut an seinen Händen zu kleben.

      »Und was soll ich da tun Schatz? Die Leiche zum Nachbarn schaffen?«

      Das Geheimnis wer jedes Mal seine Hausschuhe vor ihm versteckte machte ihn noch wahnsinnig. Er hatte Frederick in Verdacht, traute sich aber nicht mit ihm darüber zu reden. Frederick machte ihn jedes Mal unsicher. In seiner Gegenwart fühlte Mister Bronkers sich wie kurz vor einer Ohrfeige seines Vaters. Frederick war ein ausgezeichneter Butler, um den man ihn im Klub beneidete.

      »Eine Ermordete in meinen Kürbissen ich bin ruiniert!«, stöhnte Poliene.

      Mister Bronkers raffte seine fünf Sinne zusammen und begann strategisch die Lage zu analysieren, während er auf allen Händen und Füssen den verflixten linken Pantoffel unter dem Bett suchte.

      »Hier ist er auch nicht«, erklärte er.

      »Stimmt, Frederick leidet unter Halluzinationen ich befürchte dein Butler trinkt. Wer weiß, was er gesehen hat.«

      Sie straffte sich und fuhr ihren Mann an: »Lass, dass du wackelst mit deinem Hintern wie ein Hund, das ist unanständig.«

      Sie stand nun auf und fand ihre Hausschuhe auf Anhieb da, wo sie immer waren. Sie schlüpfte mit ihren dicken Füßen in die Pantoffeln und dachte laut nach.

      »Aber warum sieht er bloß so etwas? Er trinkt soviel steht fest!«

      »Wie kommst du denn darauf? Er ist Mitglied im Abstinenzler Verein im Ort!«

      »Er ist Schotte oder, Schlimmeres ein Ire. Iren und Schotten das weiß nun jedes Kind werden im Bierrausch gezeugt mit Bier gefüttert sie sind durchsetzt von geistigen Getränken.«

      »Das bildest du dir ein«, sagte er.

      »Nein ganz und gar nicht. Margarethe ist mit einem Iren verheiratet und er trinkt Whisky. Immer wenn er aus der Bank kommt, hockt er da und besäuft sich, weil er Ire ist. Dir muss man auch alles erklären Karl.«

      Cousine Margaretes Gatte war ein Vizepräsident des Arthur & Schney Bankhauses und er besoff sich nicht wie ein Londoner Fuhrkutscher, sondern trank ein Glas ausgezeichneten 50 Jahre alten schottischen Whisky. Ein Glas nach harter Gedankenarbeit vor dem Kamin.

      »Auf jeden Fall musst du jetzt nachsehen, Karl. Halluzinationen bei deinem Butler, was als Nächstes erschlägt er uns alle im Branntwein Rausch mit seiner Axt im Bett?«

      Seit wann hatte Frederick eine eigene Axt, überlegte sich Karl. Poliene Bronkers stutzte und fühlte sich der Ohnmacht nahe, sie blinzelte in Richtung ihres immer noch unter dem Bett liegenden Gatten. Hoffnungslos er würde ihre Unpässlichkeit erst nach Minuten bemerken der Mann, mit dem sie so lange verheiratet war, besaß die Feinfühligkeit eines Affenmenschen.

      »Mach hin und gehe hinunter und sieh nach, was mit meinen Kürbissen ist.«

      »Ich habe meinen Schuh nicht gefunden? Soll ich barfuß hinuntergehen? Ich mach mich zum Gespött bei der Dienerschaft. Ich mach mich nicht lächerlich!«

      Murrend hüllte sich Mister Bronkers in seinen chinesischen Morgenrock und verließ nur mit einem Pantoffel am Fuß das Zimmer. Er schritt den langen Flur entlang und die gewundene Haustreppe hinab. Unten standen die Dienstboten; und der Milchmann und ein Mann, den er nicht kannte, er trug Handwerkerkleidung und in seiner Hand hielt er eine Zange. Das Licht war defekt, fiel ihm wieder ein. Der Mann der Gaswerke sollte schon vor Tagen kommen. Wozu hatte er sich einen teuren Springbrunnen mit japanischen Zierkarpfen in den Garten bauen lassen, wenn die Gaslaternen nicht brannten und niemand ihn von der Straße aus sehen konnte. Frederick trat vor.

      »Gut, dass Sie auch schon kommen, Sir«, Frederick klang vorwurfsvoll, »Wäre es Ihnen nun recht, wenn ich die Polizei rufe, Sir?«

      »Die Po... Polizei? Aber ... aber dann ist tatsächlich?«

      Der Butler warf seinen tadelnden Blick auf die Füße Karls und dann drehte er den Kopf nach hinten, und

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