Perry Rhodan 3096: Das Meisterstück. Michelle Stern

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Perry Rhodan 3096: Das Meisterstück - Michelle Stern Perry Rhodan-Erstauflage

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Untertreibung des Jahrtausends.

      »Welches Entgegenkommen wünscht ihr euch?«, fragte Sturu.

      »Das haben wir bereits besprochen. Wir wollen Tschirmayn wieder an seinem angestammten Platz sehen. Dort, wohin dieser Planet gehört. Und wir wollen die Koordinaten aller Ausweglosen Straßen. Diese Art der Bestrafung muss enden. Das wäre eine Basis, damit Galaktiker und Cairaner wirklich zusammenarbeiten könnten. Das und ...«

      »Der Verbleib Atlans!«, fiel Gucky ihm ins Wort. »Des echten Atlans! Atlan ist ein Freund. Wo ist er?«

      Der Konsul schaute auf die schwebende, verspiegelte Kugel in der Mitte des Gartens. »Wirst du mich mit deinen Kräften angreifen, falls ich es dir nicht sage, Ilt?«

      Guckys Nase bewegte sich, dass die Barthaare zitterten. »Willst du mich in Versuchung führen, Cairaner? Wir sind hier, um zu verhandeln. Jeder von uns nimmt ein hohes Risiko auf sich. Deshalb sollten wir ehrlich zueinander sein. Uns ist bereits klar, dass euer Supramentum ein wenig außer Kontrolle geraten ist.«

      Sturu wandte sich Rhodan zu. »Dein Quari hat kein Verständnis für cairanische Befindlichkeiten. Er geht auf ein Ziel zu wie ein Fargosrind zur Tränke. Cairaner verhandeln anders. Ich wiederhole: Ich würde es vorziehen, wenn der Ilt nur diesen ersten Umlauf mit uns geht. Hätte er das, was er gerade von sich gegeben hat, zu Konsulin Tainatin gesagt, würde sie die RAS TSCHUBAI bereits angreifen lassen.«

      »Dann sind wir froh, dass sie nicht hier ist«, sagte Rhodan und bedeutete Gucky mit einer Geste, sich zurückzuhalten. »Aber auch ich will wissen, wo Atlan ist. Für mich macht ein Fargosrind keinen Fehler, wenn es zur Tränke geht. Es hat Durst, und den haben wir ebenfalls, um in deinem Bild zu bleiben.«

      Sturu ging einige Schritte weiter, ehe er antwortete. »Er befindet sich an Bord der THORA. Des echten Supramentums. Inzwischen wisst ihr ja, was genau das ist, nicht wahr?«

      »Ja«, sagte Rhodan. Auch wenn er längst nicht genug wusste. Es war bekannt, dass die THORA das echte Supramentum war und damit in direkter Verbindung zur Bleisphäre und dem Übergang in den anderen Teil des Dyoversums stand. Details fehlten ihm jedoch nach wie vor. »Ich werde unter keinen Umständen zulassen, dass ihr Atlan für das Trajekt opfert.«

      Der Konsul bedachte ihn mit einem intensiven Blick. »Und wenn die Umstände dazu führen, dass Atlan sich opfern will? Würdest du dann gegen den Willen deines Freundes handeln?«

      Rhodan musste es dem Konsul lassen, dass dieser Schachzug geschickt war. »Darüber müssten wir mit Atlan sprechen. Mit ihm. Nicht über ihn.«

      »Das ist derzeit nicht möglich.«

      Rhodan spürte instinktiv, dass es an dieser Stelle nicht half, nachzubohren. Er hatte gesehen, wie die THORA geflohen war. Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her. Agh Fermi signalisierte Rhodan, dass sie besser still sein sollten. Das war auch Rhodans Eindruck. Er fing von sich aus kein weiteres Thema an, bis sie sich dem Ende des Kreises näherten.

      Der Konsul ging langsamer. »Der erste Umlauf ist beendet. Lasst uns ein erstes Ergebnis vorweisen.«

      »Wie viele Umläufe sind vorgesehen?«

      »So viele, wie nötig sind.«

      »Was könnte ein erstes Ergebnis sein?«

      Sturu bewegte die Innenhände. »Mach einen Vorschlag, Mero Kezaz der Lemurischen Allianz.«

      »Für den Anfang wären die Koordinaten aller Ausweglosen Straßen ein Zeichen.«

      »Diese Koordinaten sind mehr als ein Zeichen. Aber ich bin bereit, sie dir zu geben. Wenn du im Gegenzug dazu deine Stimme wieder auf die RAS TSCHUBAI zurückschickst und den Quari neu wählst. Du erhältst eine Stunde deiner Zeit, darüber nachzudenken. Es wird eine Stunde sein, in der wir sehr genau beobachten, ob ihr diesen Garten per Teleportation verlasst oder nicht. Im Garten werdet ihr ungestört sein und könnt frei reden.«

      Rhodan fiel eine Unruhe an Sturu auf, die er zuvor nicht wahrgenommen hatte. Der Konsul hatte etwas vor. »Einverstanden. Wir werden uns beraten.«

      Sturu wies auf einen Spiegelroboter, der durch die Luft auf sie zusteuerte. »Servut wird euch begleiten und darauf achten, dass ihr nur in den Teil des Gartens geht, der dafür vorgesehen ist. Verlasst auf keinen Fall die Wege. Solltet ihr etwas brauchen, wendet euch an den Roboter. Und nun entschuldigt mich.«

      Der Konsul machte eine Geste mit den Innenhänden, die aussah, als wollte er Fliegen vertreiben. Er ging die ersten Schritte rückwärts – womöglich ein Zeichen des Respekts. Seine Quari und sein Tavali begleiteten ihn.

      Servuts Hülle leuchtete auf. »Folgt mir! Ich zeige euch, wo alle Hände zur Ruhe kommen können.«

      Der Roboter führte sie auf ein Umlaufsegment in der Nähe, das nach unten absank. Sie erreichten gemeinsam einen Gartenabschnitt, in dem die weißen, schneeflockenartigen Pflanzen beinahe drei Meter hoch wuchsen. Sie erinnerten Rhodan an Schwarzalgen, die in lebendigem Zustand weiß waren. Schwarz war lediglich das Skelett unter ihrer zarten Hülle.

      »Sicher irgendwelche biomechanischen Vorrichtungen«, sagte agh Fermi. »Ich fühle mich zwischen ihnen so wohl wie nackt unter Kristallgetreuen.«

      »Euch kann nichts geschehen«, versicherte der Roboter. »Ihr steht unter dem Schutz von ...«

      Gucky winkte ab. »Halt den Rand, Blechkumpel.« Er sah zu ihnen auf. »Wollt ihr mich wirklich austauschen?«

      Rhodan wusste, dass es nichts brachte, Gucky etwas vorzumachen. »Ich fürchte, das müssen wir.«

      »Hast du das vorausgesehen?«, fragte Gucky misstrauisch. »Benutzt du es, um dem Konsul ein erstes Entgegenkommen zu demonstrieren?«

      »Ich habe es nicht ausgeschlossen«, gab Rhodan zu. »Aber eine andere Reaktion wäre mir lieber gewesen.«

      Agh Fermi kniff die Augen zusammen. Rhodan entging die Regung ebenso wenig wie Guckys hochgezogenen Lippen. Beide hatten etwas bemerkt.

      »Tschuldige, Blechkumpel«, sagte Gucky, und sämtliche Lichter auf dem Roboter erloschen. Die Kugel sank zu Boden, blieb dort reglos liegen.

      Agh Fermi sprang vor. Die sternartigen Ausläufer der Pflanzen zogen sich vor ihm zurück, gaben den Weg frei und zeigten eine schlangenartige, gut zwei Meter lange, zusammengerollte Gestalt in einem Tarnanzug, die mit einem überraschten Quieken auf einen Fingerzeig Guckys hin in die Höhe glitt. Auf dem Kopf trug sie eine Lingumaske in strahlendem Weiß. Ihr Greifschwanz peitsche in die Luft.

      Der Arkonide packte den schwebenden Shenpadri an einem metallenen Ausläufer am Hals. »Was bist du? Ein Attentäter?«

      Erschrockene Laute kamen aus der Maske. »Nicht! Ich ... ich bin kein Feind! Ich will euch helfen und habe dafür gesorgt, dass uns niemand belauschen kann! Ich muss mit euch reden.«

      Rhodan schaute sich um. Der weiße Wald umgab sie vollkommen, der Roboter lag telekinetisch ausgeschaltet am Boden. Sie waren unter sich. »Wer bist du?«

      »Ich ... ich bin Shanjar. Ich habe mich hier versteckt, um mit dir zu sprechen, Perry Rhodan.«

      Markul agh Fermi ließ den Shenpadri los, und Gucky setzte ihn ab, sodass er wieder auf dem Boden kauerte.

      Langsam

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