Nordkroatien Reiseführer Michael Müller Verlag. Lore Marr-Bieger
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Restaurant-**Pension Mirna Dolina, sehr netter Familienbetrieb mit lauschiger Terrasse oberhalb des Baches Dubračina. Es gibt Peka-, Fleisch- und Fisch-Gerichte und Pizzen. Auch Zimmervermietung. Tägl. 8-23 Uhr. Ričina 7, Tribalj, Tel. 091/798-297 (mobil).
Drivenik
Der Ort ist am schnellsten von Jadranovo aus zu erreichen. Auf einem knapp 300 m hohen Hügel liegt idyllisch das alte Drivenik mit dem großen Kastell der Frankopanen aus dem 13. Jh., das 1577 die Fürsten Zrinski zur Renaissanceburg mit vier Türmen ausbauten; früher gab es außerdem einen Wassergraben und eine Zugbrücke. 1288 wurde die Burg im Vinodoler Statut erwähnt, als Kaserne. Heute stehen nur noch die renovierten Außenmauern, der Ausblick auf die Umgebung ist herrlich. Wenige Meter unterhalb die alte Schule, das Pfarramt und die Pfarrkirche Sv. Dujma, im 18. Jh. auf den Grundmauern einer älteren Kirche erbaut, ebenso das nebenan stehende Kirchlein Sv. Stjipan, das im 15. Jh. errichtet wurde.
Im Hochtal vom Vinodol liegen malerische, trutzige Orte
Juraj Julije Klović
Er wurde 1498 in Grižane geboren, starb 1578 in Rom und zählt zu den berühmtesten europäischen Miniaturmalern. Sein Handwerk erlernte er im Paulinerkloster in Crikvenica, doch es zog ihn nach Italien, wohin er 1516 übersiedelte. Dort verbrachte er fast sein gesamtes Leben; Bekanntheit und Ansehen erlangte er als Lehrer des großen Malers El Greco. Klovićs Gemälde hängen in namhaften Museen und Galerien von London, Paris, New York und im Vatikan. Einige seiner Werke und mehr über sein Leben erfährt man im Klović-Haus in Grižane (→ Grižane).
Grižane
Der Ort unterhalb der Ruinen der Burg Badanj gilt als Geburtsort von Julius Clovius (→ Kasten „Juraj Julije Klović“), einem der bekanntesten mittelalterlichen Miniaturmaler Europas. Anderen Quellen zufolge soll der Künstler im nahen Drivenik geboren sein, was dazu führte, dass beide Orte zur 400-Jahr-Gedenkfeier seines Todes Statuen in Auftrag gaben. Das Klović-Haus , das man besichtigen kann, zeigt eine Dauerausstellung seiner Werke.
♦ Kuča Klović, Grižane 45, Tel. 051/301-933. Mitte Juni bis Mitte Sept. Di-So 9-15 Uhr; danach 9-14 Uhr und nach Anmeldung. Eintritt 30 KN, Kinder 15 KN.
Bribir
Der kleine Ort war neben Ledenice das Kirchen- und Verwaltungszentrum des Vinodol und wurde vom Fürsten Bernardin Frankopan entsprechend befestigt, nicht zuletzt, um Zuflucht vor den Türken zu bieten. Heute ist nur mehr ein Turm des alten Kastells erhalten, denn die Gemeinde ließ nach dem Ende der verhassten Feudalherrschaft 1848 Kastell und Befestigungen Zug um Zug abreißen. Sehenswert ist in der Barockkirche St. Peter und Paul das Gemälde „Fußwaschung“ von Jakopo Palma d. J.
Essen/Übernachten Planinarski dom Vagabundina koliba, auf 864 m liegt die hübsche Berghütte mit schöner Terrasse und Wiesenflächen, rund 19 km nördlich von Bribir im Wald bei Lukovo (Straße Bribir-Fužine); Kräuterfans und Vegetarier finden hier beste Saisonküche: u. a. Brennnesselsuppe, Brennnessel-Puffer, aber auch Fleisch- u. Wildgerichte mit Kräutern, deftige Suppen und Pilzgerichte, Štrukli und Gnocchi mit Gulasch. Es werden auch einfache Zimmer vermietet. Auch per Mountainbike bestens und mit herrlichen Weitblicken zu erreichen. Ende April bis Mitte Okt. Mo 12-20, Di-So 10-21 Uhr, danach nur Sa/So. Ravno kod Fužina 7, 51253 Bribir, Tel. 098/9432-885 (mobil, Fr. Draženka Savić).
Novi Vinodolski
Die Altstadt, aus der der weiße, weithin sichtbare Kirchturm ragt, liegt oberhalb der Magistrale auf einem Hügel um die Reste der alten Frankopan-Burg, die sich früher schützend über dem Eingang des Vinodol-Tals erhob.
Der obere Altstadtkern ist teils autofrei und lädt zum Erkunden und Bummeln in den verwinkelten Gassen ein. Schön sitzt man auch in einem der zahlreichen Cafés auf den Altstadtplätzen rund ums Kastell oder entlang der mit Segeltuch bespannten Fußgängerpromenade Korzo hrvatskih branitelja, die hinab zum Hafen führt. Die neue Stadt breitet sich am Hafenbecken, entlang der Hauptstraße und an der Meeresbucht Lišanj aus. Novi (3500 Einwohner), wie der Ort üblicherweise genannt wird, hat an touristischer Bedeutung gegenüber Crikvenica verloren und doch eine ganz eigene Ausstrahlung, schaut man genauer hin, zudem ein reiches Kulturgut.
Das um 1225 von den Frankopanen erbaute Kastell war 1288 der Geburtsort des Vinodoler Gesetzbuchs, das zu den bedeutendsten kroatischen Rechtsurkunden zählt und in altkroatischer glagolitischer Schrift verfasst ist. Grund für das Rechtswerk war die Unterwerfung der bis dahin freien Gemeinden unter die Feudalherrschaft der Frankopanen (Tribalj, Drivenik, Grižane, Bribir, Novi Vinodolski und die Weiler Belgrad und Kotor gehörten ebenso dazu wie Grobnik, Trsat, Hreljin, Bakar und Ledenice). Heute beherbergt das Kastell das Stadtmuseum mit einer Sammlung alter Volkstrachten und die Volksbibliothek.
♦ Trg Vinodolskog zakona. Ganzjährig Mo-Fr 9-15 Uhr, im Juli/Aug. tägl. 9-12/19-21 Uhr. Eintritt 10 KN, Kinder 5 KN.
Im alten Wehrturm, Turnac genannt, hat die Stadtgalerie ihren Sitz; es gibt wechselnde Ausstellungen
♦ Frankopanski trg. Juli/Aug. 10-12/19-23 Uhr.
Die Pfarrkirche hl. Philipp und Jakob (Sv. Filipa i Jakova) ist mit ihrem 36 m hohen Glockenturm weithin sichtbar. Sie wurde 1520 erbaut, nach Funden spricht man auch vom 14. Jh., und im 18. Jh. im Stil des Barock verändert. Sie birgt einen spätgotischen Altarraum mit geschnitztem Chorgestühl aus der 2. Hälfte des 17. Jh.
Von der einstigen römischen oder mittelalterlichen Festung Lopar, die stadtauswärts nahe am Meer steht, sind nur noch Ruinen erhalten (Šet. kneza Domagoja, nach den Tennisplätzen). Die Wissenschaftler sind sich unschlüssig über die Entstehungsgeschichte.
Die Dreifaltigkeitskirche (Sv. Trojice), Ende des 15. Jh. mit Spitztonnengewölbe erbaut, steht zwei Straßen nördlich vom Stadthafen (Sv. Trojica/Braće Radić).
Auf der Halbinsel Glavica neben dem Stadthafen stand einst das Paulinerkloster aus dem 15. Jh. und die Kirche hl. Maria, heute ist hier der Friedhof und es gibt nur wenige Steinruinen.
Nur 200 m der Küste vorgelagert liegt die Insel San Marino mit der gleichnamigen Kapelle, ca. Ende des 15. Jh. auf den Grundmauern einer Vorgängerkirche aus dem 3.-4. Jh. erbaut, was Funde belegen. Lange Zeit wurde die Insel von den Fischern für ihren Thunfischfang genutzt, eine