Alles, was Sie über Trading wissen müssen. Александр Элдер

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Alles, was Sie über Trading wissen müssen - Александр Элдер

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Nebel, der manche dieser Märkte verhüllt.

      Teil 9 führt Sie in das überaus wichtige Thema des Money-Managements ein. Die meisten Nichtprofis vernachlässigen diesen unentbehrlichen Aspekt des erfolgreichen Tradings. Auch wenn man ein brillantes Handelssystem hat, so kann bereits eine kurze Verlustserie das Depot vernichten, wenn das Risikomanagement schlecht ist. Mit dem magischen Dreieck der Risikokontrolle und anderen Instrumenten gewappnet, werden Sie zum sichereren und effektiveren Trader.

      In Teil 10 befassen wir uns eingehend mit den praktischen Aspekten des Tradings – wie man Stoppkurse und Zielkurse setzt und wie man geeignete Wertpapiere sucht. Diese praktischen Details werden Ihnen helfen, das Ihnen zusagende System umzusetzen.

      Teil 11 geleitet Sie durch die Grundsätze für das Führen ordentlicher Aufzeichnungen und bietet Ihnen Mustervorlagen. Die Qualität Ihrer Aufzeichnungen ist der allerwichtigste Vorhersagefaktor für Ihren Erfolg. Ich biete Ihnen die Mustervorlagen, die ich gern benutze, zum kostenlosen Download an.

      Und nicht zuletzt gibt es zu diesem Buch ein separates Arbeitsbuch für das Selbststudium. Es enthält über 100 Fragen, die sich jeweils auf einen bestimmten Abschnitt des Buches beziehen. Alle Fragen sind darauf ausgerichtet, Ihr Maß des Verständnisses zu überprüfen und etwaige Schwachstellen aufzudecken. Es ist sinnvoll, jedes Mal, wenn Sie einen Abschnitt des Buches zu Ende gelesen haben, in dem Arbeitsbuch die Fragen zu beantworten, die sich auf den betreffenden Abschnitt beziehen. Werden Sie nicht hektisch, wenn die Testergebnisse nicht besonders gut ausfallen! Lesen Sie das Kapitel noch einmal und absolvieren Sie den Test noch einmal.

      Sie stehen jetzt davor, viele Stunden mit diesem Buch zu verbringen. Wenn Sie darin auf Gedanken stoßen, die Ihnen wichtig erscheinen, überprüfen Sie sie auf die einzige Art, auf die es ankommt: anhand Ihrer Marktdaten und im Rahmen Ihres Tradings. Dieses Wissen wird nur dann zu Ihrem Eigentum, wenn Sie es infrage stellen und überprüfen.

      Warum machen die meisten Trader Verlust und werden aus dem Markt gespült? Wichtige Gründe sind emotionales und gedankenloses Trading, aber es gibt noch einen anderen. Die Märkte sind nämlich tatsächlich so angelegt, dass die meisten Trader zwangsläufig Verlust machen. Die Trading-Industrie richtet die Trader durch Gebühren und Slippage langsam zugrunde.

      Man bezahlt Gebühren, wenn man einen Trade eingeht, und man bezahlt wieder Gebühren, wenn man aussteigt. „Slippage“ ist die Differenz zwischen dem Preis, zu dem man seine Order aufgibt, und dem Preis, zu dem sie ausgeführt wird. Wenn man eine Limit-Order platziert, wird sie zum gewünschten oder einem besseren Preis ausgeführt oder sie wird überhaupt nicht ausgeführt. Wenn Sie unbedingt mittels einer Market-Order einen Trade eingehen oder daraus aussteigen wollen, dann wird sie häufig zu einem schlechteren Preis als dem ausgeführt, zu dem Sie sie aufgegeben haben.

      Die meisten Laien sind sich des Schadens, den Gebühren und Slippage anrichten, genauso wenig bewusst, wie sich die Bauern im Mittelalter vorstellen konnten, dass winzige unsichtbare Keime sie töten konnten. Wenn man die Slippage ignoriert und über einen Broker handelt, der hohe Gebühren verlangt, dann handelt man wie ein Bauer, der während einer Cholera-Epidemie Wasser aus einem gemeinschaftlichen Teich trinkt.

      Die Trading-Industrie saugt stets riesige Geldsummen aus den Märkten. Die Börsen, die Regulierungsbehörden, die Broker und die Berater leben von den Märkten, während Generationen von Tradern aus den Märkten gespült werden. Die Märkte benötigen genauso Nachschub an Verlierern, wie die Erbauer der antiken Pyramiden Nachschub an Sklaven benötigten. Die Verlierer bringen das Geld in den Markt hinein, das die Trading-Industrie braucht, um zu gedeihen.

       Ein „Minussummenspiel“

      Bei einem Nullsummenspiel verdienen die Gewinner so viel, wie die Verlierer verlieren. Wenn Sie und ich um 20 Dollar darauf wetten, in welche Richtung sich der Dow Jones bei seiner nächsten Bewegung um 100 Punkte entwickeln wird, dann nimmt einer von uns 20 Dollar ein, der andere verliert 20 Dollar. Bei einer einzelnen Wette ist Glück im Spiel, aber über einen gewissen Zeitraum gewinnt diejenige Person, die mehr weiß, öfter, als sie verliert.

      Die Menschen kaufen der Trading-Industrie die Propaganda ab, Trading sei ein Nullsummenspiel, sie schlucken den Köder und eröffnen Depots. Ihnen ist nicht klar, dass Trading ein „Minussummenspiel“ ist. Da die Industrie Geld aus den Märkten saugt, bekommen die Gewinner weniger, als die Verlierer verlieren.

      Ein anderes Beispiel für ein Minussummenspiel ist Roulette im Casino, weil das Casino von jedem Einsatz drei bis sechs Prozent einkassiert. Deshalb lässt sich Roulette auf lange Sicht nicht gewinnen. Sie und ich können in ein Minussummenspiel geraten, wenn wir die Wette um 20 Dollar und die Frage, in welche Richtung die nächsten 100 Punkte des Dow Jones gehen werden, über Broker abschließen. Wenn wir dann abrechnen, wird der Verlierer 23 Dollar los und der Gewinner bekommt nur 17 Dollar, während zwei Broker auf dem Weg zu ihrer Bank grinsen.

      Die Gebühren und die Slippage sind für Trader das, was der Tod und die Steuern für uns alle sind. Sie entziehen dem Leben den Spaß und beenden es irgendwann. Der Trader muss seinen Broker und die Börsenmaschinerie unterstützen, bevor er auch nur einen Groschen einnimmt. „Besser als der Durchschnitt“ zu sein reicht noch nicht. Um in einem Minussummenspiel zu gewinnen, muss man die Masse deutlich hinter sich lassen.

       Gebühren

      In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die Gebühren stark gesunken. Noch vor 20 Jahren gab es Broker, die für einen Trade ein halbes bis ganzes Prozent des Handelswerts verlangten. Wenn man 1.000 Aktien von General Electric für einen Stückpreis von 20 Dollar, also im Wert von 20.000 Dollar, kaufte, konnte einen das beim Einstieg 100 bis 200 Dollar kosten – und beim Ausstieg noch einmal das Gleiche. Zum Glück für Trader sind die Gebühren regelrecht abgestürzt.

      Ganz verschwunden sind die unverschämten Gebühren allerdings nicht. Während ich dieses Buch druckfertig machte, bekam ich eine E-Mail von einem Kunden aus Griechenland mit einem kleinen Depot, dessen Broker – eine europäische Großbank – von ihm bei allen Trades eine Mindestgebühr von umgerechnet 40 Dollar kassierte. Ich nannte ihm meinen Broker, der für 100 Aktien nur eine Mindestgebühr von einem Dollar verlangt.

      Wenn man nicht aufpasst, können auch vermeintlich kleine Zahlen eine hohe Erfolgshürde errichten.

      Schauen wir uns einen recht aktiven Trader mit einem Depot in Höhe von 20.000 Dollar an, der an vier Tagen die Woche je einen vollständigen Trade – Eröffnung und Schließung – durchführt. Bezahlt er pro Handelsrichtung 10 Dollar, gibt er pro Woche 80 Dollar für Gebühren aus: 40 Dollar für Einstiege und 40 Dollar für Ausstiege. Macht er das 50 Wochen im Jahr (vorausgesetzt, er hält so lange durch), dann hat er am Ende des Jahres 4.000 Dollar für Gebühren aufgebracht. Das wären 20 Prozent seines Depots!

      George Soros, einer der besten Vermögensverwalter, erzielt eine durchschnittliche Jahresrendite von 29 Prozent. Er wäre nicht dort, wo er jetzt ist, wenn er jährlich 20 Prozent Gebühren bezahlt hätte! Auch eine „geringe Gebühr“ kann also eine bedeutende Erfolgshürde errichten! Ich habe schon Broker Kunden auslachen hören, die sich abstrampelten, nur um in diesem Spiel keine roten Zahlen zu schreiben.

      

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