Perry Rhodan-Paket 61: Mythos (Teil1). Perry Rhodan
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Die Sicherheitschefin hatte diese Anweisung geben müssen. Die Schäden an der BJO waren beträchtlich.
Über den direkten Konflikt mit dem wurmähnlichen Wesen durften sie aber nicht vergessen, dass dieses Geschöpf nur Teil eines viel umfangreicheren Plans sein dürfte. Die BJO BREISKOLL wurde angegriffen. Eine unbekannte Macht hielt das Schiff im Halbraum, verhinderte, dass es in den Normalraum zurückkehren konnte. Und nun sollten die Lineartriebwerke zerstört werden. Damit wäre das Schiff endgültig überlichtfluguntauglich und würde auf ewig an dieser Stelle der Milchstraße festsitzen, eine leichte Beute für andere Raumschiffe.
Diese Entwicklung mussten sie auf jeden Fall verhindern. Die BJO musste manövrierfähig bleiben.
Ein weiterer Paratronschirm baute sich vor der Kreatur auf.
Ein Holo bildete sich vor ihr. Es zeigte Farye Sepheroa. Rhodans Enkelin schaute verkniffen drein. »Schlechte Nachrichten, Hope. OXFORD hat Alarm geschlagen. Die Bordpositronik hat festgestellt, dass die in die Enge getriebene Kreatur offenbar die Energie der auf sie abgeschossenen Energiewaffen aufgenommen hat und sie nun zusammenzieht.«
»Was genau soll das heißen?«, fragte Hope.
»Einzelne Bereiche der Kreatur werden heißer. Außerdem fluktuiert in diesen Bereichen das fünfdimensionale Desintegrationsfeld. Die Kreatur droht zu einer lebenden Bombe zu werden.«
»Das hat uns gerade noch gefehlt ...«, flüsterte Hope leise.
Farye nickte ernst. »OXFORD fürchtet, dass sie ganze Bereiche der BJO BREISKOLL verheeren könnte.«
»Wir müssen sie schnellstens aufhalten ...«
»... und aus der BJO entfernen«, ergänzte Farye.
»Zumindest sollte es uns gelingen, den Zellentrakt, der ohnehin als Ziel dient, durch einen rundum geschlossenen Paratronschirm zu isolieren. Kann das die Sprengwirkung aufhalten?«
»Aller Wahrscheinlichkeit nach, meint OXFORD. Dann wäre sie auf das Innere des isolierten Bereichs beschränkt.«
Das Holo brach abrupt zusammen.
Hope Tiranjaar sah Donn Yaradua an. »Es tut mir leid, aber du musst noch einmal ran. Wir starten einem letzten Angriff.«
Yaradua schüttelte den Kopf. »Das ist doch eine Verzweiflungstat!«
»Haben wir eine Wahl? Ich sorge dafür, dass die Kreatur weiter in Richtung Zellentrakt getrieben wird, und du versuchst, mittels deiner Gabe noch einmal Zugriff zu bekommen!«
Das vierblättrige Kleeblatt, nach dem der Sicherheitsbereich der BJO BREISKOLL angelegt worden war, hatte einmal als Glücksbringer gegolten. Hope befürchtete jedoch, dass diese Zeit längst vorbei und vergessen war.
Genau wie die Erde, dachte sie fatalistisch.
10.
AUCBURN
Nervengift
»Es funktioniert!«, sagte Sholotow Affatenga.
Rhodan sah den Siganesen an.
»Mein SERUN hat Kontakt mit der Bordkommunikation.«
»Und?«
»Bin ich ein Positronenhirn? Es dauert eine Weile, bis ich den Funkverkehr ausgewertet habe. Da schwirren Zehntausende Nachrichten durch den Äther.«
Perry Rhodan fasste sich in Geduld. Er sah sich um. Ihre Lage hatte sich nicht grundlegend gebessert. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Schiffssysteme sie anmessen und entdecken würden. Ihr Ziel war es zwar noch immer, zumindest einen Scheinangriff auf den Permanenter durchzuführen oder ihn tatsächlich ernsthaft zu beschädigen, aber Tenga hatte zur Vorsicht geraten und so etwas wie einen Schlachtplan erstellt.
Zuerst mussten sie einen Schutzanzug für Rhodan besorgen. An den SERUN kamen sie nicht heran, er war gut verstaut im Zellentrakt der AUCBURN, aber ein onryonisches Äquivalent würde es zur Not auch tun und war einfacher zu beschaffen.
Der Siganese lauschte konzentriert dem Funkverkehr, der automatisch vom Translator übersetzt wurde. »Etwas tut sich im Schiff. Jemand kommt an Bord ... mit dem On-Transmitter, während sich das Schiff im Linearraum aufhält!«
Rhodan war angemessen beeindruckt. Das war keine kleine Leistung.
Affatenga hob die Hand, und Rhodan blieb stehen. Es sah sich um, befürchtete, der Siganese hätte Onryonen entdeckt. Er war bereit, sich wieder zu ergeben, um seinem kleinen Begleiter die Flucht zu ermöglichen, doch Tenga zeigte auf eine Schalttafel an der Wand. Er schwebte darauf zu. Es dauerte eine Weile, doch dann stellte sein SERUN-DS über ein schmales Kabel, das er ausfuhr, eine Verbindung mit dem Display her. Tenga murmelte etwas, und in der Wand glitt eine verborgene Tür zurück.
In einem schrankähnlichen Abteil hingen zahlreiche Schutzanzüge.
Rhodan nahm einen von der Halterung und streifte ihn über. Es fühlte sich seltsam an, ein onryonisches Fabrikat anzulegen, doch er würde sich daran gewöhnen. Er befürchtete jedoch, dass es eine geraume Weile dauern würde, bis er die Feinheiten der einzelnen Funktionen durchschaut hatte und sie angemessen bedienen konnte.
»Der Gast ist ein Cairaner!«, sagte der Siganese unvermittelt.
»Verflixt! Steht der Besuch in Zusammenhang mit unserer Flucht?«
»Nein.« Tenga schüttelte den Kopf. »So wichtig sind wir nicht. Der Besuch war schon länger geplant. Es handelt sich um einen Abgesandten des Konsuls des Sternwestlichen Konsulats, Aiharra Haio. Der Name des Gesandten ist Paroshat Klaik.«
»Weshalb ist er hier?«
»Das muss ich herausfinden. Auf jeden Fall bringt er eine Probe mit an Bord ... die Probe einer Vitalenergie-Transfusion.«
»Eine Vitalenergie-Transfusion ...« Geschah das mit der Vitalenergie, die in der Ausweglosen Straße durch Vital-Suppressoren entzogen wurde?
»Wir sind da«, verkündete Tenga.
Ihnen versperrte ein Schott den Weg.
Dahinter lag ihr Ziel: der Permanenter.
*
»Wenn wir dieses Schott öffnen, werden wir es mit jeder Menge Onryonen zu tun bekommen«, sagte Rhodan. »Wie wollen wir vorgehen?«
»Nicht unbedingt«, widersprach Tenga. »Für uns ist der Permanenter etwas Besonderes, für die Besatzung der AUCBURN nicht. Lässt du an Bord der BJO das Lineartriebwerk eigens von Sicherheitskräften überwachen, oder nimmst du es einfach als gegeben hin?«
Die Argumentation des Siganesen hatte etwas für sich, doch Rhodan vertraute auf sein Bauchgefühl, und das sagte ihm, dass sie mit beträchtlichen Schwierigkeiten zu rechnen hatten. »Wir müssen sehr vorsichtig vorgehen. Du trägst bei dem Angriff die Hauptlast. Ich stecke in einem Schutzanzug, den ich nicht vollständig beherrsche, und verfüge über nur eine Waffe ...«
»Sollten wir tatsächlich auf Wächter