Weihnachtswundernacht 1. Группа авторов

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Weihnachtswundernacht 1 - Группа авторов

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sie sich doch erst mal zu zweit mit ihr treffen, oder?«

      »Gute Idee! Das ist doch auch irgendwie ihre Aufgabe, sich um die Einzelgänger und Neuen in der Gemeinde zu kümmern – so als Frau des Pastors.«

      Der zuvor bewunderte neue Mantel wird langsam angezogen, wobei der Wollstoff betont langsam über die Ärmel gestreift wird. »Dann sollten wir sie gleich noch mal darauf ansprechen, dass ihr Mann und der Diakon mitunter ziemlich viel fordern. Vielleicht kann sie ihm das als Ehefrau mal stecken.« Ein fragendes Gesicht in der Mitte bekommt sogleich eine erklärende Antwort von links und rechts: »Der Pastor hat doch diesen Fahrdienst für ältere Personen begonnen. Da hat der Diakon doch neulich meinen Mann gefragt, ob er denn nicht auch einmal im Monat einige Senioren zum Gottesdienst abholen und wieder nach Hause fahren könnte.« Kopfschütteln aller drei Damen und nahezu rhythmisches Klirren hängender Ohrringe. »Man möchte doch gerade am Sonntag, am Ruhetag, auch mal ein wenig verschnaufen!«

      »Wo die Männer die ganze Woche mit ihren Firmen zu tun haben und wir mit unseren Arbeitsstellen …« Die Köpfe rücken wieder etwas auseinander.

      »Und die anderen Verpflichtungen kommen ja noch dazu: Elternverein der Schule, Segelclub – da wünscht man sich doch gerade am Sonntag etwas Privatleben!« Von links wird sogleich zugestimmt:

      »Wir sollten uns doch ein Minimum an persönlicher Freiheit beibehalten können, findet ihr nicht?«

      Einem Augenaufschlag von rechts folgend, rücken die Köpfe der drei Damen wieder etwas dichter zusammen. »Wenn ihr mich fragt, dann hat der Diakon gar keinen Grund, andere zu fragen – der Pastor wird für so was bezahlt. Er hat eben andere Arbeitszeiten und als Pastor auch andere Aufgaben als wir.«

      »Und vor allem: Wenn ich mir sein Auto anschaue, dann wundere ich mich schon ein wenig, dass auch noch andere fahren sollen.«

      »Über zu wenig Platz in seinem Auto kann er sich nun wirklich nicht beklagen.«

      »Da hast du recht: Welcher Pastor fährt schon einen 7-Sitzer!«

      Wieder herrscht große Einstimmigkeit. Mit wichtigem Seitenblick legt die Frau von links noch mal nach:

      »Der Diakon kann ja einmal mehr fahren, der hat auch einen großen Wagen! Oder seine Frau – die findet ja immer, man müsse sich mehr in die Gemeinde einbringen.« Die Köpfe gehen wieder leicht auseinander. Erste Blicke auf die glitzernden Armbanduhren deuten das bevorstehende Ende der sonntäglichen Erbauungsgespräche an.

      »Ach, bevor ich es vergesse: Bald ist ja der Weihnachtsbasar, da werden sicher wieder diese hübschen Seidentücher verkauft, oder?«

      »Du meinst diese Schals und Halstücher aus der Behindertenwerkstatt? Ich denke schon!« Nicken von links.

      »Ja, diese bunten, hübschen! Ich werde nämlich nicht hier sein können für den Basar, das Wochenendhaus muss winterfest gemacht werden!«

      Von rechts und aus der Mitte prompte Bekräftigung:

      »Aufbauen kann ich auch auf keinen Fall, da muss ich meine Weihnachtseinkäufe erledigen.«

      »Nein, da werde ich auch nicht helfen können! Der Basar fällt immer auf den Samstag nach unserer Betriebsweihnachtsfeier. Das wird mir dann zu viel.«

      Von links rückt der Kopf wieder etwas näher. »Ich wollte euch nur bitten, mir drei oder vier von diesen Tüchern beiseitelegen zu lassen – die machen sich immer so nett als Mitbringsel beim Skivereinstreffen, und die kosten ja auch nicht so viel wie im Laden – bevor die Besucher aus dem Viertel wieder alles wegkaufen.«

      Sogleich folgt ein Einwurf aus der Mitte:

      »Wir können das gleich der Frau vom Pastor mitteilen, wenn wir eh schon mit ihr reden.«

      »Gute Idee! Sie muss ja mithelfen, als Angestellte der Gemeinde, da kann sie gleich schon beim Aufbauen ein paar von den Schönsten beiseitelegen …«

      »Und mir schmeckt die selbst gekochte Blaubeermarmelade von Kerstin immer so gut. Die werde ich am Parkplatz noch fragen, ob sie mir nicht einfach vorab schon welche verkaufen kann, etwas billiger, so unter Freunden – beim Basar ist immer alles gleich weg, wenn die ganze Nachbarschaft hier durch das Gemeindehaus rennt.«

      Verständnisvoll nickend bewegt man sich, Mäntel glattstreichend und Hüte zurechtrückend, in Richtung Ausgang. Dem Pastor wird freundlich die Hand geschüttelt.

      »Ach, das war wieder eine richtig zu Herzen gehende Botschaft!«

      »Vielen Dank für das wunderbare Wort! Bis nächsten Sonntag, Herr Pastor.«

      Gegenseitige Wertschätzung, nur nicht zu lang, denn der Braten ruft. Einige Schritte später folgt die herzliche Abschiedsszene der drei Damen und nach dem Durchschreiten der Ausgangstür allgemeine Beteuerung, wie aufbauend die Sonntage doch immer wieder seien – ganz besonders zur Weihnachtszeit.

      Schnee liegt in der Luft, und die kühle Brise des Vormittags weht den Klang der Kirchenglocken zum Gemeindehaus hinüber. Der Pastor sieht den Gottesdienstbesuchern noch eine Weile beim Glockenklang nach. »Süßer die Glocken nie klingen« – erstaunlich, dass sie in der Vorweihnachtszeit besonders süß klingen. Dabei bestehen sie doch eigentlich aus steinhartem Material. Die Glockentöne werden leiser, da kommt dem Pastor der Gedanke, dass man Gott im Lärm des Alltags nicht nur einfach hören, sondern ihm zuhören sollte. Nicht nur herzlich lächeln, sondern ihm das Herz öffnen kann – schon ist er in Gedanken bei der Predigt für den kommenden Adventssonntag. Nur, wenn der Klöppel den richtigen Fleck im richtigen Augenblick trifft – sozusagen mitten ins Herz der Glocke –, erzeugt sie echte warme, wunderbare Wohltöne, die lange nachhallen und die ganze Glocke zum Schwingen bringen.

      Gut, dass ein Adventssonntag nicht nur Wochenausklang ist, sondern immer auch der Auftakt für den nächsten Advent! denkt er, während die letzten akustischen Glockentöne leise in der Winterluft verhallen.

      PETRA PIATER

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