Perry Rhodan Neo 247: Die Welt jenseits der Zeit. Kai Hirdt

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Perry Rhodan Neo 247: Die Welt jenseits der Zeit - Kai Hirdt Perry Rhodan Neo

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style="font-size:15px;">      »Danke für die Warnung«, sagte der Oxtorner. »Wir sollten uns also davon fernhalten.«

      »Wir sollten zusehen, dass wir von hier verschwinden!«, korrigierte Gucky. »Wir wollen zum Mond, also los! Worauf warten wir?« Herausfordernd starrte er Sofgart an.

      Erneut steckte Sofgart die Hand in die Tasche mit dem F'Atkor. »Wenn die Tropfen uns hierhergeführt haben, hat das sicher einen Grund. Wir sollten ihn herausfinden.«

      »Mit Verlaub: Wir sollten den Drecksack Hondro erledigen!«, korrigierte Gucky. »Und dafür müssen wir genau dorthin, wo du uns hinbringen wolltest!« Er ließ den Biberschwanz auf den Boden klatschen, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen.

      Eine glitzernde Wolke stob um ihn auf. Gucky schwindelte, als er den Staub versehentlich einatmete, stützte sich jedoch mit dem Schwanz ab und hielt sich aufrecht.

      Hawk war der Moment der Schwäche trotzdem nicht entgangen. »Alles in Ordnung?«

      »Ja«, behauptete Gucky verdrossen. »Nur ein kleiner Aussetzer.«

      »Haben wir etwas dabei, womit wir die Atmosphäre auf Mikroben untersuchen können?« Hawk klang alarmiert.

      »Ich«, sagte Sofgart. »Eigentlich. Aber meine komplette Ausrüstung ist ausgefallen, wie es scheint.«

      »Ein Grund mehr, hier schnellstens zu verschwinden«, konstatierte Gucky.

      »Im Gegenteil«, widersprach Hawk. »Solange wir nicht wissen, ob wir nicht irgendwas einschleppen, sollten wir sehr vorsichtig sein.«

      »NATHAN wird uns bei der Dekontamination schon helfen!«, beharrte Gucky.

      Sofgart unterbrach den Streit. »Die Debatte ist ohnehin theoretisch. Ich kann die Tropfen nicht bewusst steuern. Sie haben ihren eigenen Willen. Ich kann ihn spüren und in Worte fassen, aber ich kann ihn nicht beeinflussen. Wenn sie uns hierherbringen wollten und nicht zum Erdmond, kann ich nichts dagegen tun.« Er hielt den F'Atkor testweise in Richtung des Zeitbrunnens.

      Zu Sofgarts merklicher Überraschung reagierte die schwarze Fläche. Ihr Wabern verschwand, sie wurde glatt wie ein See bei absoluter Windstille. Oder wie ein Spiegel – ein Einwegspiegel in diesem konkreten Fall, denn tatsächlich konnte man plötzlich Schemen und Licht darin erkennen.

      Ein blaues Leuchten, das Gucky sehr gut kannte. »Das ist das Innere von NATHANS Mondanlage!«, rief er. »Die Tropfen wollen uns sehr wohl nach Luna bringen!«

      Hawk stolperte plötzlich vorwärts. In einer Blitzreaktion ließ er sich fallen, um den Sturz in den Brunnen zu verhindern. Dabei wirbelte er herum.

      Endlich reagierte auch Gucky und tat es ihm gleich. Sie alle drei plus Watson hatten sich zum Zeitbrunnen gedreht und den Waldrand aus den Augen gelassen. Ein Tier, eine fast zwei Meter lange Raupe mit gewaltigen Krabbenscheren und einer hammerartigen Ausformung am Schwanz, bäumte die vordere Hälfte ihres Leibs auf. Es war lautlos und erstaunlich flink hinter sie gekrochen. Nun attackierte es Hawk – das saftigste Stück Beute oder den gefährlichsten Gegner aus ihrer Gruppe. Dabei stieß es schrille Kampfschreie aus, »Kriiiiiieh-kriiiiiieh!«, die in Guckys Ohren schmerzten.

      Das Vieh schnappte mit den Scheren nach beiden Armen des Oxtorners. Hawk reagierte blitzschnell. Eine Hand bekam er noch außer Reichweite, um den anderen Arm schloss sich die Schere.

      Das war es dann aber auch. Das Krikri zögerte. Vielleicht rechnete es damit, dass Arm und Hand wie ein abgetrenntes Blümchen zu Boden fielen. Denn woher sollte es etwas über die erstaunliche Körperkonstitution von Oxtornern mit ihrer nahezu unzerstörbaren Haut wissen?

      Omar Hawk jedenfalls zögerte nicht. Er hämmerte die linke Faust vorwärts, mitten ins Gesicht des Krikri, das nur aus ringförmig angeordneten Zähnen zu bestehen schien.

      Der Hieb hätte eine Stahltür einzudellen vermocht. Das Krikri indes ließ sich nicht abschütteln. Nach wie vor klammerte es sich an Hawks rechtem Arm fest.

      Watson kam zu Hilfe. Der Okrill ließ seine meterlange Zunge hervorschnellen und verpasste dem Gegner seines Partners einen Starkstromschlag.

      Gucky rechnete damit, eine Aschewolke zu Boden sinken zu sehen, doch weit gefehlt.

      Hawk brüllte auf. »Das macht ihn nur stärker!« Plötzlich tropfte doch Blut von seinem rechten Arm auf den Boden.

      Der Ilt packte telekinetisch zu, Hawk schlug weiter auf den Kopf des Krikri ein, Watson bearbeitete mit sechs von acht Beinen den Körper des Tiers. Schließlich gelang es ihnen, den Angreifer von Hawk zu trennen.

      Gucky schleuderte ihn telekinetisch durch die Luft, doch wie schon zuvor ließen ihn seine Kräfte im Stich. Statt weit in den gläsernen Wald zu fliegen, stürzte das Krikri in den Zeitbrunnen. Die schwarze Fläche saugte sich an seiner Haut empor, schneller, als das Tier die Oberfläche durchdringen konnte.

      Ein greller Todesschrei gellte auf. »Kriiiiiieeeh!«

      Hawk presste die Hand auf den lädierten Arm. Dunkles Blut quoll zwischen seinen Fingern hervor. »Mistvieh!«, grollte er.

      »Wollt ihr jetzt auf mich hören?«, fragte Gucky. »Ab durch den Brunnen, zum erfreulich krikrifreien Mond? Dahin, wo wir hingehören?«

      »Es gibt leider ein Problem«, murmelte Sofgart.

      »Was?«

      »Problem«, wiederholte der Arkonide lauter. Er präsentierte den F'Atkor. »Die Tropfen müssen noch regenerieren. Sie sind erschöpft, viel erschöpfter, als sie nach dieser Reise sein dürften. Ich spüre, dass sie uns noch nicht wieder schützen können. Nicht uns alle, jedenfalls. Nur mich.«

      »Ich überstehe den Transfer auch so«, sagte Hawk. »Watson ebenfalls.«

      »Hmmpf«, brummte Gucky. »Immer auf die Ilts ohne mysteriöse Artefakte oder oxtornische Kompaktkonstitution!« Missmutig dachte er nach. Die Passage durch Zeitbrunnen war gefährlich, wie das lautstarke Ableben des Krikri im Transfermoment erneut deutlich gezeigt hatte. »Dann warten wir eben, bis die Tropfen sich berappelt haben.«

      »Da kommen weitere Krikris«, bemerkte Hawk.

      »Musst du denn die Stimmung verderben?« Gucky sah in Richtung Waldrand, von wo aus sich tatsächlich sieben der gefährlichen Tiere Richtung Zeitbrunnen – und Richtung Beute – vorgewagt hatten.

      »Der Brunnen flackert!«, rief Sofgart.

      Wieder wendete Gucky den Blick. Auch diese Hiobsbotschaft stimmte: Die schwarze Fläche, durch die man auf den Erdmond sehen konnte, war von einem zum anderen Moment verschwunden und gab den Blick auf gelbe Steinplatten frei. Dann war sie wieder da, wieder weg, da, weg.

      »Rein mit euch!«, rief Gucky heldenmütig, wenn auch mit allergrößten Bauchschmerzen. »Solange ihr noch könnt – ich komme schon irgendwie von hier fort!«

      Hawk rührte sich keinen Millimeter. »Du wärst allein, ohne Technik, ohne deine Kräfte«, argumentierte er völlig ruhig. »Ich werde nicht Perry Rhodan gegenübertreten und ihm erzählen, dass ich dich diesen Viechern geopfert habe.«

      »Wenn du dafür die Menschheit vor Hondro ...«

      »Zu spät«, unterbrach Sofgart. »Er

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