Fettnäpfchenführer Brasilien. Nina Büttner

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Fettnäpfchenführer Brasilien - Nina Büttner Fettnäpfchenführer

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Wie eine »Party« mit Schrecken enden kann

       35 LINDA KENNT DEN KÖNIG VON BRASILIEN NICHT

       Warum die chucrutes einfach keine Ahnung haben

       36 LINDA BEI DEN OKTOBERFESTLERN

       Warum Busfahrten eine lange, kalte Angelegenheit sein können

       37 LINDA ISST SCHWARZBROT IN POMERODE

       Warum man Opa Hans sein Deutschland lassen sollte

       38 LINDA MACHT SICH SCHLAU

       Wenn der índio in die lanchonete geht

       39 LINDA FEIERT EINEN NEUEN BUSEN

       Wofür man sich schämt und wofür nicht

       40 LINDA TANZT AUF ALLEN BLOCOS

       Wie eine Kölsche Jeck Rios Straßen unsicher macht

       41 LINDA VERSUCHT SICH IN DER OFFIZIELLEN VARIANTE DES KARNEVALFEIERNS

       Wie zu viel alegria zu saudade wird

       42 LINDA SINGT ZUM ABSCHIED »PROST PROST, KAMERAD«

       Wie doch noch alles gut wird

       EPILOG

       DANKSAGUNG

       ANHANG

       10 Dinge, die Sie getan haben müssen

       ANHANG

       10 Handlungen, mit denen Sie sich in jedem Fall blamieren (oder gar gefährden)

       GLOSSAR

      In diesem Buch verwenden wir teilweise die männliche, teilweise die weibliche Form und Ansprache, wobei alle Geschlechter gleichermaßen gemeint sind. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, alle Geschlechter mitzudenken, haben aber auf eine Nennung aller Geschlechter in allen Fällen aufgrund der Textlänge und Lesbarkeit verzichtet.

      Die Autorinnen

      1

       LINDA KOMMTAN UND WEISSNICHT WEITER

       WIE LINDA LERNT ZU WARTEN

      In Flugstunde vier von dreizehn, irgendwo über dem Atlantik zwischen Köln und Rio de Janeiro, hat Linda es sich bequem gemacht auf ihrem Fensterplatz. Sie hat gegessen und die ersten Durchsagen in dieser Sprache gehört, die sie die nächsten drei Monate begleiten wird und die ihr noch sehr fremd erscheint. Ein paar Kursstunden Portugiesisch hat sie zwar mitgemacht – aufgeregt und gespannt ist sie trotzdem, wie sie sich wohl zurechtfinden wird in dieser näselnden weichen Sprache und überhaupt in diesem großen Land, von dem sie furchtbar wenig weiß. Sprechen da wohl viele Englisch? Wenn nicht, wie soll sie denn eigentlich ihren Unterricht geben? Ihr Koffer voll mit didaktischem Material, um Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten, beruhigt Linda. Sie ist eine gut vorbereitete deutsche Studentin. Es würde eine hervorragende Übung für sie sein und außerdem eine einmalige Gelegenheit, ein neues Land zu entdecken, bevor sie in den Ernst des Lehrerlebens eintritt. Unmöglich, bei dem Angebot, sich in Brasilien drei Monate lang auszuprobieren und dafür auch noch bezahlt zu werden, Nein zu sagen. Ein Bekannter, der wiederum einen Bekannten hat, der mit einer Brasilianerin verheiratet ist, deren Bruder eine private Sprachschule in Kölns Partnerstadt Rio de Janeiro betreibt, hat sie auf die Idee gebracht. Die Schule war auf der Suche nach einer Aushilfe für die bisherige Deutschlehrerin, die sich eine Auszeit genommen hat. Linda bewarb sich prompt, und ihr zukünftiger Chef, Marcelo Cunha da Silva, klang beim gemeinsamen Chatten locker und sympathisch. Linda packte also, obwohl auch nach zweimaligem Nachfragen noch kein Vertrag eingetroffen war, ihre Koffer in dem fast brasilianisch-optimistischen Vertrauen, dass das schon klappen würde.

      Einem mitteleuropäischen Winter entfliehen, endlich! Davon hat sie bisher noch jedes Jahr geträumt. Jetzt schaut sie auf den blauen Atlantik und freut sich schon auf die hügelige Küste, die sie von zahllosen Fotos in Reisereportagen, von Postkarten und aus Filmen über Rio kennt. So häufig wie möglich will sie an den Strand, schön braun werden, auf den Zuckerhut und diese Christus-Statue auf dem Berg sehen – wie heißt der Berg noch gleich? Corcovado, der Bucklige! Dann will sie Samba-Spezialistin werden und schöne Männer beim Fußballspielen sehen. Und sie hat ihren Aufenthalt so gelegt, dass sie in den letzten Tagen noch den Karneval mitmachen würde. Für keinen anderen Ort der Welt hätte sie jemals Köln zur Karnevalszeit verlassen!

      »Fliegst du zum ersten Mal nach Brasilien?«, reißt sie ihr Sitznachbar aus den Träumereien. »Du wirst es lieben!«

      »Kommst du aus Brasilien?«, fragt Linda zurück.

      »Ja, aus Rio, aber ich arbeite in Deutschland. Mir fehlt die Sonne, die Musik, a alegria – die Fröhlichkeit. Ich heiße übrigens Rodrigo. Und du?«

      »Linda.«

      »Oh, mit dem Namen wirst du viel Erfolg haben in Brasilien! Linda oder lindo heißt auf Portugiesisch ›wunderschön‹. Und, wirst du in Brasilien reisen?«

      »Ich

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