Pit Summerby und die Magie des Pentagramms. Hans Günter Hess

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Pit Summerby und die Magie des Pentagramms - Hans Günter Hess

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wir die Müsli in unserem Hofladen an. Die können wir ja selber herstellen. Den Erlös tun wir in die Klassenkasse.“

      Seine Idee wurde freudig beklatscht. Sogar Giuseppe wollte jetzt mitmachen. Die Lehrerin fand den Tipp hervorragend, sie wies aber noch auf ein paar Hürden hin, die genommen werden müssten. Wichtig wäre, die Wirkung der einzelnen Müsli-Bestandteile zu erforschen. Ein Problem, das noch intensive Arbeit bedeute. Dann bräuchte man sicherlich auch das Einverständnis von Bingos Eltern. Es gäbe auch noch behördliche Vorschriften.

      „Meine Mutter regelt das schon“,

      versicherte er, um die Begeisterung nicht zu dämpfen. Man erarbeitete schließlich einen Plan. Zuerst sollte zu Wochenbeginn in der Schulbibliothek und im Computerraum über Internet die Wirkungsweise verschiedener Komponenten erforscht werden. Vorarbeit am eigenen PC wäre dazu erwünscht. Die Planung sah vor: Mittwoch - Finden geeigneter Rezepturen; Donnerstag - kleine Verkostung im Rahmen der Gruppe; Freitag - Verteidigung des Projekts mit großer Verkostung vor der Jury.

      Die Stunde ging zu Ende. Frau Helmer, die auch als Konrektorin fungierte, gab noch Folgendes bekannt: Durch eine Planänderung müssten die Sportstunden in der sechsten und siebenten um eine Stunde vorgezogen werden. Die zweite große Hofpause würde deshalb jetzt stattfinden. Danach sollte sich die 7b vor der Turnhalle einfinden. Die Mitteilung wurde mit Jubel aufgenommen. Jetzt befand sich die Klasse allein auf dem Schulhof. Die Clique suchte ihren gewohnten Platz auf. Diesmal kamen Bingo, Anne und Flori dazu, was Fauli sehr freute. Die Mädchen gesellten sich aber dann zu Mia, die abseits auf einer Bank saß. Die Jungen diskutierten heftig über die Projekte. In ihrer Euphorie verpassten sie beinahe den Beginn der Sportstunden. Diesmal wagte es auch niemand, vor dem Schulhof zu rauchen. Nicki saß die Lektion der Lehrerin in den Gliedern. Sie befürchtete Konsequenzen. In Zukunft wollte sie sich nicht mehr verleiten lassen.

      Madam Ruck-Zuck empfing sie am Sportfeld der Schule und öffnete zum Umziehen die Turnhalle. Danach sollte die Klasse draußen in einer Reihe antreten, also das übliche Ritual. Wie immer ließen sich einige mit der Aufstellung Zeit. Mia als kleinste, stand am Ende, sie hatte ein Dauerattest und musste das Klassenbuch bewachen. Die Lehrerin ließ durchzählen.

      „Ihr seid doch 23 Leute, warum fehlt jemand?“,

      fragte sie. Erst seit einem halben Jahr aus der Babypause zurück, kannte sie die Klasse noch nicht so gut, sonst hätte sie gleich Lockes Abwesenheit bemerkt. Nach dem Vermerk wandte sie sich an die Klasse.

      „Wir laufen jetzt eine Runde, um uns aufzuwärmen.“

      „Ruck-Zuck!“

      bedeutete bei ihr das Startsignal, das ihr auch den Spitznamen eingebracht hatte. Sie lief seitlich mit und munterte unterwegs Dicki und einige andere lahme Enten auf, sich etwas flotter zu bewegen. Die Wärme des Tages tat ein Übriges. Sie brach deshalb den Lauf vorzeitig ab, weil die ersten schlappmachten. Die warfen sich jetzt froh ins Gras. Nach einem Blick in ihr Notizbuch rief sie eine Handvoll Namen auf und erklärte:

      „Mit euch muss ich einige Übungen nachholen und auch noch prüfen. Die restlichen Schüler gehen zum Volleyballplatz und spielen Völkerball. Ihr kennt die Spielregeln. Florian bestimmt die Spielführer und diese losen die zuerst werfende Mannschaft aus. Danach macht er den Schiedsrichter.“

      Das gefiel ihm weniger, er hätte gerne mitgespielt, fügte sich aber. Das aufgetragene Amt versprach ja auch interessant zu werden. Er bestimmte jeweils Meli und Pit für diese Aufgabe. Durch Werfen der Münze, bekam Meli als Erste den Zug. Sie wählte Stinki, Pit nahm Fauli. So ging es weiter. Dicki wurde schon als Dritter genommen. Obwohl er einen beträchtlichen Körperumfang besaß, agierte er bei solchen Spielen wieselflink. Das machte ihn zu einem begehrten Spieler. Giuseppe kam als Letzter in Pits Mannschaft. Er hätte gern auf diese sportliche Lusche verzichtet, doch das ließ die Zahlengleichheit nicht zu. Jede Mannschaft musste jetzt noch ihren König bestimmen. Nach kurzer Beratung einigte man sich auf Meli und Pit, eine Konstellation, von der niemand ahnte, dass sie einmal tief greifenden Folgen haben würde. Flori nutzte erneut die Münze, um den ersten Wurf auszulosen. Pits Mannschaft bekam den Zuschlag und durfte auch das Spielfeld wählen.

      Nach der Spieleraufstellung gingen auch Meli und Pit in ihre jeweiligen Außenfelder. Fauli warf als Erster, traf aber niemanden. Pit nahm den Ball auf und zielte auf Stinki, der aber fing ihn, drehte sich blitzschnell und traf Giuseppe. Nach einer Viertelstunde verfügte Pit nur noch über zwei und Meli über vier Feldspieler. Draußen im „Aus“ feuerten alle ihre Mannschaften mit lautem Geschrei an. Sie merkten nicht, dass sich zwei Typen aus den Achten näherten. Das Duo stellte sich neben Mia, die seitlich im Gras saß, und begann sie zu hänseln. Flori bemerkte, dass sie zunehmend aggressiver wurden und das Mädchen mit zotigen Ausdrücken bedachten. Die schaute Hilfe suchend zu ihm hin, hatte Tränen in den Augen. Allein war er machtlos, deshalb unterbrach er das Spiel. Einigen schien inzwischen auch aufzufallen, dass etwas nicht stimmte. Meli, Pit, Stinki und Fauli kamen sofort gelaufen und hinderten die Beiden, sich weiter unflätig zu äußern.

      „Verpisst euch“,

      zischte Stinki,

      „und lasst die Mia in Ruhe!“

      „Das musst du muffelndes Schwein uns gerade sagen“,

      provozierte einer der Kerle. Der Beschimpfte lief puterrot an, sprang vor und packte den Fiesling am Kragen. Inzwischen bildete sich ein dichter Kreis um die Grobiane. Stinki wurde zurück gestoßen. Pit fing ihn auf.

      „Was wollt ihr blöden Siebenschläfer eigentlich?“,

      schrieen sie jetzt mutig geworden und wollten handgreiflich werden. Flori, Bingo, Pit sowie Fauli standen aber wie eine Mauer vor ihnen. Die Großmäuligkeit der Beiden erhielt so einen Dämpfer. Sie wichen etwas zurück. Der Tumult weckte auch die Aufmerksamkeit von Frau Stieler. Sie kam gelaufen.

      „Was geht hier vor?“,

      wollte sie wissen.

      „Die Siebenschläfer bedrohen und beleidigen uns. Wir wollten nur beim Spielen zugucken“,

      log einer und schaute dreist in die Runde.

      „Das stimmt nicht!“

      protestierten die anderen. Die Lehrerin verschaffte sich Platz und bot ihnen Paroli.

      „Eure Glaubwürdigkeit ist hinlänglich bekannt. Für eure Schandtaten und unflätigen Sprüche seid ihr ja schon lange berühmt. Ich werde die Wahrheit rauskriegen. Auf jeden Fall seid ihr ein Thema in der Jahresabschlusskonferenz und das könnte Folgen haben.“

      Sie machte mit der Hand ein eindeutiges Zeichen, sofort zu verschwinden. Als sie zögerten, wurde sie energischer:

      „Macht euch vom Acker, aber sofort, Ruck-Zuck!“

      Langsam begriff das Duo wohl seine Ausweglosigkeit und schlurfte mürrisch davon. In einiger Entfernung hörte man es kurze Zeit später hämisch lachen, johlen und grölen. „Blöde Ziege“ gehörte noch zu den harmlosesten Ausdrücken, die es krakeelte.

      Die Stiehler nahm es gelassen hin und ging zu Mia. Sie erkundigte sich nach ihrem Befinden. Doch Meli hatte sie schon getröstet.

      „Ihr wart ja eben Zeuge, was die Beiden noch gebrüllt haben. Ich hoffe, ihr bestätigt mir das, wenn ich den Vorfall beim Rektor zur Sprache bringe“,

      wandte sie sich an die am Nächsten stehenden Schüler. Einige nickten.

      „Spielt

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