Perry Rhodan Neo 117: Exodus der Liduuri. Susan Schwartz

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Perry Rhodan Neo 117: Exodus der Liduuri - Susan Schwartz Perry Rhodan Neo

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spät. Alles.«

      Perry Rhodan hatte geahnt, dass er eines Tages in diesen im Grunde unlösbaren Konflikt geraten musste. Alles in ihm drängte darauf, einen anderen Weg zu suchen und bei seiner Familie zu bleiben. Außerdem war er verpflichtet, die Mannschaft der CREST zu schützen und somit zu befreien. Er trug die Verantwortung für alle Frauen und Männer an Bord.

      Aber Aashra würde bald herausfinden, wie er seines prominenten entflohenen Gefangenen mühelos habhaft werden konnte. Eine kleine Ansprache über den Bordfunk, dass Thora und Tom als Druckmittel gegen den Protektor benutzt würden, und Perry Rhodan würde sich brav ergeben. Das würde er, weil er wusste, dass der Nabad keine leeren Drohungen ausstieß. Rhodan würde sich ergeben, in der Hoffnung, einen anderen Weg zu finden.

      Solange er aber auf freiem Fuß war, bildete er eine weitere unberechenbare Unbekannte in Aashras Gleichung.

      Rhodan konnte nur hoffen, dass dadurch seiner Familie vorerst nichts geschah. So wie allen übrigen Besatzungsmitgliedern der CREST. Zudem hatte er auch keine Garantie hierfür, wenn er sich ergäbe. Alle konnten sterben – außer ihm ... Und wer wusste schon, wozu Aashra in der Lage war, um ihn gefügig zu machen?

      »Zwanzig Sekunden«, sagte Atju.

      »Gehen wir!« Ohne ein weiteres Wort oder eine Erklärung, und bevor die beiden Soldaten eine Chance hatten, zu reagieren, trat Perry Rhodan durch das flimmernde Transmitterfeld und hoffte, dass er sich richtig entschieden hatte.

      2.

      Die andere Seite

      Verwundert sah Perry Rhodan sich um. »Was ist geschehen? Hat es nicht funktioniert?« Sie waren in exakt demselben Raum wieder herausgekommen. Keinerlei Unterschied war erkennbar. Doch ... Da war etwas ...

      »Tun Sie das nie wieder, Sir!« Cel Rainbows Gesicht war von Zornesröte überzogen, und seine dunklen Augen schienen Feuer zu versprühen. »Diese eine Sekunde hätten Sie noch warten können!«

      »Der Captain hat recht«, fügte Sergeant Tim Schablonski tadelnd hinzu. »Wir tragen die Verantwortung für Sie, Mister Rhodan. Wie sollen wir uns rechtfertigen, wenn Sie durch Ihren Leichtsinn zu Tode kommen?«

      »Die Rüge ist registriert, und nun kommen wir zum Thema zurück.« Rhodans Blick schweifte umher, auf der Suche nach dem, was anders war, und dann begriff er es.

      Der Durchgang hatte doch funktioniert. Denn: »Die Posbis ...«

      Sie waren nicht mehr da.

      Das Flimmern in dem Torbogen erlosch, und aus den Sockeln drang ein unheilvolles Knirschen. Gleich darauf herrschte wieder Ruhe. Vollständige Stille. Und die gegenüberliegende Wand war durch den Bogen hindurch sichtbar.

      »Da ist aber ganz gehörig was schiefgegangen!«, bemerkte Rainbow und rannte um den Transmitter herum, dann hindurch, suchte nach Anhaltspunkten.

      Schablonski bemerkte trocken: »Unsere Anzüge funktionieren wieder. Aber der Transmitter ist desaktiviert. Und das hat sich nicht nach einer normalen Abschaltung angehört.«

      Tani Hanafe trat ein wenig näher zu Rhodan. »Sir, die Luft riecht anders«, sagte sie leise. In ihren ausdrucksstarken, fast schwarzen Augen lag ein unruhiges Flackern. »Frischer. Natürlicher. Es hat sich etwas verändert.«

      »Wahrscheinlich sind wir auf einem anderen Liduuriraumer herausgekommen; diese Schiffe sind ja alle baugleich.« Rhodans Stirn furchte sich. »Was wird uns da draußen erwarten? Freund oder Feind? Wie weit werden wir von der CREST entfernt sein?«

      »Keine Spur von Atju oder Kaveri«, teilte Rainbow mit, der die ganze Halle gründlich nach Spuren abgesucht hatte. »Nicht einmal eine Schraube oder ein Öltropfen. Vielleicht haben sie es nicht mehr geschafft, weil das Teil ausfiel.«

      Schablonski meldete: »Schlechte Nachrichten – der Transmitter ist tatsächlich hinüber. Keine Chance, ihn zu aktivieren.«

      »Also gut, nichts wie raus hier!«, ordnete Rhodan an. »Draußen dann Lage sondieren, feststellen, ob wir zur Zentrale gelangen können. Nachdem unsere Systeme und die Waffen wieder einsatzbereit sind, ist davon auszugehen, dass wir die NEMEJE verlassen haben und außerhalb von Aashras Reichweite sind. Damit sind unsere Chancen, die CREST zu befreien, um mindestens fünfzig Prozent gestiegen. Sofern sie erreichbar ist, natürlich.«

      »Aus dem Grund haben die Posbis uns ja durch den Transmitter gejagt«, merkte Rainbow an. »Ich frage mich nur, wo sie abgeblieben sind! Hat einer von euch mitbekommen, ob sie überhaupt mitgegangen sind?«

      Schablonski und Hanafe schüttelten die Köpfe; Rhodan, der als Erster hindurchgegangen war, konnte es ohnehin nicht wissen.

      »Aber warum?«, rätselte Rainbow.

      »Um uns in Sicherheit zu wissen und gleichzeitig den unmittelbaren Kampf gegen Aashra aufzunehmen«, mutmaßte Rhodan. »Wir von außen, sie von innen. Vielleicht versuchen sie sogar, die Bujun zu sabotieren. Auch wenn sie eine Übermacht gegen sich haben, so stehen sie ihren Brüdern doch in nichts nach. Und wie wir festgestellt haben, können sie es dem Nabad durchaus schwer machen, sie zu fassen.«

      »Und er wiederum kann uns niemanden nachschicken, weil der Transmitter ausgefallen ist.« Schablonski nickte. »Das ergibt ein schlüssiges Bild.«

      Rhodan sah der Mutantin an, dass sie etwas sagen wollte, aber nicht den Mut fand, sich einzumischen. »Was haben Sie herausgefunden, Miss Hanafe?«

      Sie deutete auf das Schott, das an derselben Position war und so aussah wie dasjenige, durch das sie vorhin hierhergelangt waren. »Es ist verschlossen ...«

      Schablonski winkte ab. »Nichts, womit unsere Technik nicht fertigwürde.« Vor allem dank seiner Fähigkeiten. Er hatte sich mittlerweile gute Kenntnisse in liduurischer Technik angeeignet und seine Anzugpositronik entsprechend programmiert. »Atju hat sicherlich daran gedacht, dass wir auch wieder aus der Halle rausmüssen. Der Fluchtplan der Posbis kam mir nicht spontan, sondern wohlüberlegt vor.«

      Schablonski wollte zum Schott gehen, doch Rhodan war schneller. Nachdem dieser eine bestimmte Distanz unterschritten hatte, rollte das Schott tatsächlich ohne weiteres Zutun zur Seite.

      »Och ...«, machte der stämmige, muskulöse Sergeant enttäuscht.

      Rhodan lächelte flüchtig. »Wahres Leben«, sagte er. »Hier gilt das noch.« Auf der Dunkelwelt Kem hatte Kaveri darauf gehofft, dass sich ein spezielles Schott aufgrund der menschlichen Gehirnströme öffnete – was aus diversen Gründen nicht geschehen war. Doch hier funktionierte es augenscheinlich, was nahelegte, dass sich das Schiff nicht in Aashras oder gar Anichs Hand befand. Doch wem mochte es gehören? Welche Position hatte es? Im Stillen fluchte Rhodan, weil die beiden Posbis wieder einmal keine Auskünfte gegeben, sondern die Menschen einfach ins Unbekannte geschickt hatten, ohne Vorbereitungen, ohne Aufklärung. Vor allem, was sollte dieses hirnrissige »hierher« bedeuten?

      Eilig durchquerte die Gruppe nach Passieren des Schotts den engen, aber nunmehr dämmrig beleuchteten Gang zu dem Schacht, der sie hier heraufgeführt hatte.

      Der Wartungsschacht sah genauso aus wie zuvor, nur mit dem Unterschied, dass er von einer grünen Notbeleuchtung einigermaßen erhellt war. Sie erreichten den darunterliegenden, breiten Gang über die Klappe. Alles war still und verlassen.

      Nachdem die vier Raumfahrer

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