Perry Rhodan-Paket 61: Mythos (Teil1). Perry Rhodan

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Perry Rhodan-Paket 61: Mythos (Teil1) - Perry Rhodan Perry Rhodan-Paket

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Cru waren ein eingespieltes Team.

      Theo war auf irgendeine Weise in der Lage, die Untiefen, die Sil und Cru bereits kannten, genau zu bestimmen. Konnte er bis auf den Meeresgrund sehen? Wozu waren seine Augen imstande? Die nautische Position, auf die er die KÖNIGIN lenkte, war jedoch weit entfernt von den Meerestiefen, die sie bisher erforscht hatten.

      Sie beschlossen, seinen Anweisungen zu vertrauen. Was blieb ihnen anderes übrig?

      Schließlich hielt Theo das Boot an, sie ließen das Seil mit den vorbereiteten Luftflaschen in die Tiefe, dann legten die drei Taucher die Ausrüstung an, die Shanee mitgebracht hatte. Auch Cru und Silhouette zogen Skaphander über, ebenso die Doppelflaschen mit komprimierter Luft, Gesichtmasken, Handschuhe, Flossen und Messer, die sie am Unterschenkel befestigten. Zuletzt banden sie die neuen Lichtwerfer an den Kopf.

      Sie gaben einander das Zeichen für Alles in Ordnung, und dann gingen sie hinab, zwei Taucher von der Küste, eine Nachfahrin von Weltraumreisenden und ein mehr als fünfhundert Jahre alter Roboter.

      *

      Die Skaphander wärmten, dennoch spürte Cru das kühle Wasser, als über ihm der Himmel verschwand und sie eindrangen in diese andere Welt, zu der sie nun gehörten. Noch ließen die Sonnenstrahlen den Ozean unter ihnen violett schimmern, doch schon lag da die bodenlose Schwärze, in die sie langsam hinabglitten.

      Blasen stiegen aus ihren Tauchgeräten nach oben zur KÖNIGIN. Einzig der metallene Roboter, der keinen Tauchanzug und keinen Luftvorrat trug, wirkte wie ein Fremdkörper in diesem wunderbaren Kosmos.

      Öfter als nötig gaben sie einander das In-Ordnung-Zeichen. Wenn sie sich voneinander entfernten, sahen sie die anderen anhand der glimmenden Kopflampe. Aber es gab in der Weite nichts, worauf die Lampe ihren Schein werfen konnte. Es war, als würde das Meer alles Licht verschlucken.

      Bei den Stopps zum Druckausgleich kamen sie zusammen und fassten sich an den Händen. Nur Theo blieb abseits und erinnerte so an das »Tier«, das er gewesen war, das scheinbar teilnahmslos am Boden gelegen hatte, während die Frauen im Geist zu den Sternen reisten.

      Gelegentlich erleuchteten die Lichtwerfer flinke Schwärme, die zackig die Richtung wechselten, als die Taucher in ihre Nähe kamen; pulsierende, beinahe durchsichtige Quallen, die ihre neuen Mitbewohner gelassen zur Kenntnis nahmen; und phosphoreszierende Fische, deren eigenartige Körper selbst das wenige Licht, das zu ihnen drang, in grellen Farben reflektierten.

      Dann tauchten tief unter ihnen helle Punkte auf, die langsam größer wurden: Ihre Lampen hatten den Meeresboden erfasst – eine bizarre Felsenwelt, die langsam näher kam.

      Theo übernahm die Führung und steuerte in einer Spiralbahn auf den Grund zu, der gar kein Grund war, sondern ein riesiges Gebirge, auf das sie schwerelos hinabglitten.

      Als sie den Gipfel erreichten, legten sie einen letzten Stopp ein.

      Nicht mehr viel Zeit, signalisierte Cru, der befürchtete, Shanee würde mehr Luft verbrauchen als die erfahrenen Taucher.

      Wir haben noch die Ersatzflaschen, antwortete Sil. Unsere beiden Freunde wissen, was sie tun.

      Die beiden Freunde wollten tiefer hinab.

      Bald umschwebten sie das unterseeische Gebirge, das schon über ihnen aufragte, die KÖNIGIN in weiter Ferne. Sie gelangten in ein groteskes Höhlenlabyrinth, in dem urzeitliche Fische lebten. Einmal erschreckten sie ein flaches Tier von der Größe eines Fischerboots, das Staub aufwirbelte und ihnen für kurze Zeit die Sicht nahm.

      Cru wusste, was in solchen Fällen zu tun war. Ruhig bleiben. Auf die Richtung der Blasen und Aufwirbelungen achten. Orientieren.

      Doch wo war Shanee?

      Cru sah einen Schatten, der mit heftigen Flossenbewegungen um sich schlug.

      Shanee geriet in Panik. Sie wusste nicht mehr, wo unten und oben war.

      Schon war Cru bei ihr, schneller noch als der Roboter, der von Lampen an seinem Körper spärlich beleuchtet wurde.

      Shanee beruhigte sich, dann legte der Staub sich wieder, wie ein Morgennebel, der urplötzlich entstand und sich genauso schnell wieder verzog.

      Der »Nebel« gab die Sicht auf ein Tal frei, das unter ihnen lag.

      Im selben Moment erkannte Cru, dass er schon immer gewusst hatte, was sie da unten finden würden. Nie hatten sie nach Trümmern, Überresten oder Artefakten gesucht.

      Was da im »Tal« am Meeresgrund lag, halb vergraben und mit grünen Seemoosen bedeckt, war weitaus größer als ein Fischerboot, größer als zehn oder zwanzig Fischerboote. Es war nicht von dieser Welt. Der schlafende Riese. Das Raumfahrzeug der Fremden.

      *

      Der Riese war zu einem Drittel im Meeresboden versunken und wies eine perfekte Kugelform auf. Schräg um diese Kugel zog sich ein breiter Ring wie eine gewaltige Mauer. All das war von Seepflanzen erobert worden, die sanft auf und ab schwangen.

      Je tiefer sie sanken, desto mehr Details sahen sie – Muster auf der Oberfläche der Kugel, die so etwas wie Fenster oder Luftlöcher darstellen mochten, die unter den Pflanzen lagen. Und je mehr Details sie sahen, desto größer erschien der Riese.

      Obwohl das fremde Objekt still dalag, wirkte es doch wie ein Raubtier, das in der Tiefe lauerte und jederzeit emporschnellen konnte, um alles zu schnappen, was da im Wasser schwamm, es zu zerbeißen und verschlucken.

      Cru spürte sein Herz schlagen. Panik stieg in ihm hoch.

      Er erinnerte sich, wie er Shanee beruhigt hatte, und zwang sich, bewusst zu atmen.

      Sil musste es ähnlich ergehen.

      Das war nicht der Riese der Legenden, beschwor Cru sich, sondern das Produkt einer überlegenen Technologie. Es lag hier seit dem Mittelalter des Planeten und hatte sich seitdem vermutlich nicht bewegt.

      Shanee und Theo übernahmen mit ein paar kräftigen Flossenschlägen die Führung und sanken als Erste auf den Riesen hinab.

      Cru und Sil warfen einander einen kurzen Blick zu, dann folgten sie ohne weiteres Zögern den anderen.

      Voller Staunen umkreisten sie die riesige Kugel.

      Der Roboter hatte offenbar eine Entdeckung gemacht und schwamm zielstrebig auf einen Punkt unterhalb des großen Rings zu, der die Kugel umschloss.

      Dann sah Cru es ebenfalls. Dort klaffte in der Hülle ein Loch.

      Ein Loch, das ins Innere des Riesen führte.

      *

      Hinter dem Loch lag eine Halle, die ebenfalls von Seepflanzen bewuchert war. Der »Boden« war in einem absurden Winkel nach unten geneigt. Die Kugel war also nicht »gerade« gelandet. Vermutlich hätte der Außenring sie waagerecht umschließen sollen. Er stand aber schräg.

      Mit einem flauen Gefühl folgte Cru den anderen, die beherzt in die unheimliche Halle einschwammen. Ihre Lampen warfen helle Kreise an die mit Algen bewachsenen Wände, wanderten umher und zeigten das wahre Ausmaß des Raumes, in dem sie sich aufhielten. Sie waren bereits im Innern des Riesen.

      Ein

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